Ist denn schon Pflanzzeit?

NABU Springe legt weitere Streuobstwiese an

Nachdem die extreme Trockenperiode beendet ist, und die ergiebigen Regenfälle wieder für  pflanzenfreundliche Bodenverhältnisse gesorgt hat, ließen es sich die  NABU-Freunde Michael Borgolte und Jürgen Basler nicht nehmen, mit der Anpflanzung einer kleinen Streuobstwiese zu beginnen. Die NABU-Stiftung Springe Naturlandschaft  Deister und Haller hat in der Gemeinde Alvesrode ein günstig gelegenes Wiesengrundstück von ca. 700 qm erworben, das nun zu einer kleinen Naturoase entwickelt werden soll.

 

Bereits Mitte Dezember 2018 wurden unter Mitarbeit von Jörg Schneider, Jürgen Basler und Michael Borgolte die vorhandenen Hybridpappeln gefällt und das Holz aufgeschichtet. Die Reisighaufen dienen nun als Unterschlupf für Igel, Rotkehlchen und Co.

 

Am 12. Januar wurden die ersten vier Hochstamm-Obstbäume gepflanzt. Dabei handelt es sich um „alte Sorten“ Kirschen, Birnen, Pflaumen und Äpfel, welche die Vielfalt unseres heimischen Obstangebotes verdeutlicht. Die Wurzelballen der Bäume wurden durch sog. Wühlmauskörbe vorsorglich gesichert, um die Nager abzuhalten, das zarte Wurzelwerk der jungen Obstbäume zu schädigen. Das Anbinden an die eingeschlagenen Pfähle sorgt  für die notwendige Stabilität, ein sicheres Anwachsen ist somit gewährleistet.

 

Ein Vormittag mit Nieselregen, aber einem zufriedenen stellenden Pflanzergebnis, ging zu Ende. In nächster Zeit sollen noch ein Insektenhotel, eine offene Sandfläche für bodennistende Insekten  und Vogelnistkästen folgen. 

 

Bericht: C. Albert, 2019

Jürgen Basler hält einen jungen Baum in einem Pflanzloch fest, dahinter das Hallertal
Jürgen Basler mit Freude in Aktion - Foto: NABU/C. Albert

Stiftung erwirbt Grundstück in Alvesrode

Unsere NABU-Stiftung Springe Naturlandschaft Deister & Haller ist stets auf der Suche nach unbebauten Grundstücken und Biotopen, die für die Natur erhalten oder auch durch geeignete Maßnahmen „naturfreundlich“ aufgewertet werden können. Jetzt ist es geglückt, ein ca. 700 qm großes Wiesengrundstück inmitten von Alvesrode für den Naturschutz zu erwerben. Schon bei der Besichtigung stand fest: das bereits extensiv als Grünland genutzte Areal kann durch Anpflanzung von acht bis zehn Hochstamm-Obstbäumen (Apfel, Kirsche, Birne, jeweils alte Sorten) und einigen insektenfreundlichen Sträuchern und Büschen im Sinne der Zielsetzung der Stiftung für die Natur nachhaltig aufgewertet werden. Witterungsabhängig sollen die Anpflanzungen noch in diesem Herbst oder erst im kommenden Frühjahr erfolgen.

 

Einmal mehr zeigt sich: durch zweckgebundene Spenden oder auch die Übertragung von Grundstücken im Rahmen einer geplanten Erbfolgeregelung kann der Natur in unserer Region Gutes widerfahren. Naturerhalt dient der Allgemeinheit.

 

Bericht: C. Albert, 2018


Stiftung erwirbt zwei Grundstücke für den Naturschutz

Ende 2017 konnten wie erhofft zwei weitere Grundstücke in der Gemarkung Altenhagen I

erworben werden. Das für den Naturschutz hinzugewonnene Areal umfasst ca. 4800 qm und enthält auch einen kleinen Bachlauf. Möglicherweise besteht die Chance, weitere, daran angrenzende Flächen hinzu zu gewinnen,

um damit eine Vernetzung der Flächen und Biotope als Rückzugs- und Lebensraum für die Vogelwelt, aber auch für Amphibien, Insekten, Wildbienen etc. zu erreichen.

 

Bericht: C. Albert, 2018


Projekt "Interaktive Landkarte"

Einweisung in neue GPS-Geräte

GPS-Geräte - Foto: NABU/C. Albert
GPS-Geräte - Foto: NABU/C. Albert

Unsere NABU-Stiftung hatte sich erfolgreich an der Google Impact Challenge beteiligt und für das oben genannte Projekt eine großzügige Spende erhalten. Die ersten Maßnahmem zur praktischen Umsetzung sind angelaufen. Zwei handliche GPS-Geräte (Garmin Oregon 650) wurden gekauft und nunmehr erstmals in der Natur erprobt. Die fachliche Einweisung hat J. Vogt übernommen, der am 10.02.2017 im Süllberg/Bennigsen den Projekt-Mitgliedern R. Nickel und C. Albert die richtige Handhabung der Geräte vorführte. 

 

 

Von den ca. 20 im Süllberg vom NABU Springe betreuten Nistkästen wurden die Standorte von zunächst sieben Kästen mit Hilfe der Geräte sehr präzise per GPS bestimmt, fotografiert und die Daten zur Weiterverarbeitung und zur Aufbereitung für die interaktive Landkarte gespeichert.

Standortbestimmung per GPS - Foto: NABU/P. Heidrich
Standortbestimmung per GPS - Foto: NABU/P. Heidrich

Der Schnappschuss zeigt R. Nickel und J. Vogt bei der Geräteanwendung vor einem erst kürzlich aufgehängten neuen Nistkasten. Trotz des eiskalten Ostwindes hat dieser Praxistest allen drei Akteuren Spaß gemacht. Die Handhabung der Geräte hat verlässlich funktioniert, die Einweisung ist problemlos gelungen. 

 

Unsere nächsten Schritte: 

  • Geräteeinweisung für weitere NABU-Mitglieder
  • Vervollständigung der Nistkästenerfasssung im Süllberg
  • Absprache der weiteren Vorgehensweise im Projekt-AK

Bericht: C. Albert, 2017


Armins Fotoflug mit dem Tragschrauber

Ende der 80er Jahre hatte unser leider viel zu früh verstorbenes NABU-Mitglied Hans Hoffmann bei einem Flug über das Ziegeunerwäldchen erste Fotos gemacht, die uns lange gute Dienste geleistet haben. Inzwischen hat es dort sehr viele Veränderungen gegeben, so dass wir überlegten, wie wir zum Zwecke unserer Werbung, ins besondere für die Bekanntmachung unserer NABU-Stiftung, möglichst kostengünstig an aktuelle Luftaufnahmen kommen könnten.

 

Dazu gab es schon einmal ein Gespräch mit den Springer Segelfliegern, was aber nicht zum Ziel führte. Im Gespräch mit Peter Heidrich kamen wir auf die Bison-Modellflieger zu sprechen, wobei Peter sagte, dass ihm einige der Leute als ehemalige Kollegen noch bekannt seien. Nun ging alles sehr schnell, denn einer seiner ehemaligen Kollegen kannte Leute von der Flugschule am Flugplatz Hildesheim. Er nahm sofort dorthin Kontakt auf und fertigte uns eine detaillierte Wegbeschreibung einschließlich Ansprechpartner und Telefonnummern. Das hat uns sehr geholfen. Ich nahm sofort Kontakt mit der Flugschule auf und erkundigte mich über die Einzelheiten. Danach fragte ich Armin Kreusel, ob er Lust und Mut zum Flug mit einem Tragschrauber hätte. Über sein O.K. war ich sehr froh, denn ich ging davon aus, dass uns Armin sicherlich gute Fotos machen würde.

 

So machten wir beide uns am Freitag, 27. Juni 2014 morgens auf den Weg nach Hildesheim, denn nach längerer Schlechtwetterperiode schien die Sonne. Für Armin begann nun das große Abenteuer, welches er tapfer meisterte. Großartig unterstützt wurde er dabei von dem netten, sehr umsichtigen und auch fototechnisch versierten Piloten des Tragschraubers und dessen Kollegen. Dass es Armin gefallen hat, das mag sein folgender Ausspruch verdeutlichen, in dem er sagte: „Es ist schon ein tolles Erlebnis, die Gegend einmal aus der Perspektive eines Milans zu sehen und erleben zu können!“.

 

Von den Fotos sind wir alle begeistert, denn sie erfüllen voll und ganz unsere Erwartungen und werden uns für die nächste Zeit gute Dienste leisten. Vielen Dank, Armin!

 

Bericht: R. Krause, 2014; Fotos: Armin Kreusel, NABU/R. Krause