Lokalnachrichten

Der Naturschutzbund NABU als deutschlandweit organisierter Verein veröffentlicht umfangreiche Informationen zu bestimmten Schwerpunktthemen, sowie Nachrichten für verschiedene Interessensgruppen. An dieser Stelle wollen wir diese nicht wiederholen, sondern über die Themen, Aktivitäten und Neuigkeiten berichten, die uns in Springe bewegen und beschäftigen. Viel Spaß beim Stöbern!

 

Ältere Nachrichten wandern ins Archiv, über die Historie des NABU und unsere lokale Vereinsgeschichte können Sie sich an anderer Stelle informieren.

Lager des NABU Springe e.V. zieht um

Nach langem Suchen haben wir nun in Springe eine neue "Bleibe" gefunden. Nachdem uns aufgrund eines Eigentümerwechsels das Lager am Bisongelände gekündigt wurde, mussten wir etwas Neues suchen. In einem ehemaligen Hühnerstall konnten wir unsere Zelte, Werkzeuge und diverse Ausstellungsmaterialien unterbringen. Nun haben wir ein neues trockenes Lager, wo wir auch diverse Akten langfristig lagern können.

Kleiner scheunenartiger Raum mit viel Tageslicht, drei Personen an einem Tisch
Kontrolle und Reinigung unserer Zelte - Foto: NABU/M. Borgolte
Ein großer Anhänger voll Materialien
Ein großer Anhänger voll Materialien - Foto: NABU/M. Borgolte

Facebook-Auftritt des NABU Springe e.V.

Seit 15. Juni ist der Verein auch auf der Social Media Plattform Facebook vertreten unter dem Kürzel "NABU.Springe".

 

Der Auftritt ermöglicht Kunden von Facebook eine neue Kontaktmöglichkeit mit den Funktionsträgern des Vereins, die Vernetzung und das Teilen von Informationen untereinander.

 

Außerdem kann der Verein dort auch öffentlich zeitnah über Aktionen informieren, Veranstaltungen bewerben oder Fotos posten. Schauen Sie vielleicht einfach mal rein...


Was lebt denn da in der Rambke?

Der NABU Springe e.V. stellt an dem Oberlauf der Rambke einen guten bis sehr guten Gewässerzustand fest.

 

Dieses mal war das Exkursionsziel der 15 Teilnehmer der Bach Rambke in Springe. Unter der Leitung von Dirk Schmidt und Detlef Salzwedel von der Arbeitsgemeinschaft Limnologie und Gewässerschutz e.V. (ALG) wurde das Gewässer unterhalb des Naturfreundehauses (Waldrand) und am Feldweg „Kleine Höhe“ östlich EDEKA (oberhalb der Brücke) untersucht.

 

 Anhand makroskopischer Indikatorenorganismen wird die Wassergüte eins Gewässers beurteilt. Die biologische Wasseranalyse erlaubt es, die Belastung eines Gewässers mit organischen Stoffen und damit indirekt seinen Sauerstoffhaushalt ohne chemische Analyse anhand der vorhandenen Organismenarten und ihrer Häufigkeit festzustellen. Grundlage ist, dass jede Art auf einen ganz bestimmten Zustand ihrer Wohngewässers angewiesen ist, der Artenbestand also die Lebensbedingungen in einem Gewässer widerspiegelt.

 

Dazu werden mithilfe eines normalen Küchensiebes die Tiere aus dem kühlen Bach gefangen, bestimmt und anschließend wieder unversehrt in die Freiheit entlassen. Direkt vor Ort konnten die faszinierten Teilnehmer die Organismen mit Lupen oder am digitalen Mikroskop direkt am Bildschirm betrachten und die in Natur nur wenige mm großen Geschöpfe vergrößern und anhand der mitgebrachten Fachliteratur bestimmen. Aufgefunden wurden 16 verschiedene Arten von Egeln, Krebstieren, Käfern, sowie Eintags-, Stein- und Köcherfliegenlarven.   

 

Die Bewertung des ökologischen Zustandes eines Gewässers nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie erfolgt auf Basis eines fünfstufigen Klassifikationssystems (Klasse 1 = sehr gut bis Klasse 5 = schlecht). Die ALG beurteilt die Wassergüte von Fließgewässern nach einem siebenstufigen System. 

 

Die untersuchten Gewässerabschnitte konnten mit Güteklasse II (mäßig belastet) und Güteklasse I (sehr gering belastet) eingestuft werden. Die südlich des Bahndammes angelegten Ausgleichsflächen bewirken eine Filterung der Feinsedimentbelastungen und die aus der Landwirtschaft ausgebrachten Stickstoff- und Pestizidrückstände. Dadurch hat sich die Gewässergüte gegenüber den letzten Gewässeruntersuchungen merklich gebessert.

 

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert für alle Gewässer einen „guten Zustand“. Das bedeutet hohe Wasserqualität und gute Lebensbedingungen, für die im und am Wasser beheimateten, Tier- und Pflanzenwelt.

Für das letztere gibt es hier in und um Springe noch einiges zu tun. So sind große Teile der Haller und des neuen Gehlenbaches zu einem Abflussgraben degradiert, veröden mehr oder weniger, sie verlieren ihr Selbstreinigungsvermögen und auch den Erholungswert für uns Menschen.

 

Auch stellen die vorhandenen hohen Sohlabstürze ein unüberwindliches Hindernis für die Ausbreitung der Arten wie Fische und andere Wasserlebewesen da.  Ziel muss es sein, die ökologische Durchgängigkeit unserer Fließgewässer wieder herzustellen oder zumindest zu verbessern.

Drei verschiedene Insektenlarven in einer flachen Schale
Bestimmung von Larven - Foto: NABU/M. Borgolte
  • Eintagsfliegenlarven (im Foto rechts) haben in der Regel drei Schwanzborsten
             und der Hinterleib ist immer seitlich mit Kiemen besetzt.
  • Steinfliegenlarven (oben und unten) haben immer nur 2 Schwanzborsten
             und seitlich am Hinterleib keine Kiemen. 
  • Köcherfliegenlaven bauen aus Sandkörnern mit überragenden Belastungsstreifen
              aus Blattrippchen, Ästchen usw. Gehäuse.
Gruppe am Flussufer, ein Mann schaut in einen Kescher in der Hand
Gruppenfoto Kleine Höhe, Dirk Schmidt mit Kescher in der Hand - Foto: NABU/M. Borgolte
Gruppe steht auf einer Brücke über den Fluss
Gruppenfoto am Naturfreundeheim - Foto: NABU/M. Borgolte

Der neu gewählte Vorstand

Gruppenbild des Vorstands, Mai 2022
Gruppenbild des Vorstands, Mai 2022

Von links nach rechts:

  • Andreas Isleif (Jugendsprecher)
  • Regina Schlichting (Schatzmeisterin)
  • Günther Wall (Vorsitzender)
  • Michael Borgolte (2. Vorsitzender)
  • Katherina Tschöpe (Schriftführerin)

Keine Angst vor „Sandbienen“

Zwei Bienen eng beieinander nah am Boden in Nahaufnahme
Paarung der Andrena vaga (Weiden-Sandbiene) - Foto: NABU/M. Borgolte

Der Frühling ist endlich da, die warme Witterung im März hat den Frühling eingeläutet – der kalendarische Frühling hat am 20. März begonnen.  Allerdings sind die Nächte weiterhin kühl und es stehen auch noch kühle Tage bzw. Kälteeinbrüche bevor.

 

Einige Anwohner stehen am „Spielplatz zur Schille“ schlagartig vor einem Rätsel: Von einem Tag auf den anderen fliegen zahlreiche Bienen hektisch knapp über dem Boden hin und her. Auch wenn das Gewimmel vielleicht gefährlich aussieht, ist es harmlos. Es handelt sich dabei um verschiedener Sandbienenarten. Von den in Deutschland vorkommenden ca. 560 Wildbienenarten gehören ca. 116 zu der Gattung der Sandbienen (Andrena). Die meisten Bienenarten leben – wie auch die meisten Wespenarten – allein. Es sind solitäre Bienen beziehungsweise Wespen.

 

Die Männchen warten auf eine Chance zur Paarung und können nicht stechen.  Von der Wärme hervorgelockt, schlüpften sie häufig alle an einem Tag aus den im Vorjahr von den Müttern gebauten Erdnestern und kreisen in Nestnähe auf der Suche nach einem Weibchen, die etwas später schlüpfen. Die Sandbienen sind etwa 5 bis 17 mm lang und haben einen dunklen Panzer, manche sind teilweise rot, andere metallisch glänzend. Einige Arten sind kaum behaart, andere erinnern eher an kleine Hummeln. Sandbienen sind sehr vielgestaltig. Für die Weibchen ist die Hüftlocke charakteristisch, ein dichter und langer Haarbüschel am Schenkel.    

Trotz ihrer hohen Artenvielfalt sind alle Wildbienen nach § 44 des Bundesnaturschutzgesetztes besonders geschützt.  Es handelt sich um wichtige Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen. Sandbienen sind nicht aggressiv und verteidigen ihre selbstgebauten Erdnester nicht. Auch wenn die Weibchen über einen Stachel verfügen, mit dem sie sich in höchster Gefahr verteidigen, ist dieser zu schwach, um menschliche Haut zu durchdringen.

 

Haben sich die Bienenmännchen verpaart, sterben sie. Die Weibchen dagegen beginnen jedes für sich, aber gerne in Nachbarschaft zu Artgenossinnen, mit dem Bau eines Erdnestes. Sie sind mit dem Sammeln von Pollen, Nektar und dem Nestbau beschäftigt und daher selten zu sehen. Von ihren Aktivitäten künden kleine Erdhaufen mit einem Loch in der Mitte. Die Nester haben alle einen ähnlichen Aufbau. Die einzelnen Brutzellen liegen am Ende kurzer Seitengänge, die von einem 5- 60 cm tiefen Hauptgang abgehen. Hierher trägt die Biene den Blütenstaub und vermischt diesen mit etwas Nektar zu dem Larvenbrot.  Ist das Larvenbrot groß genug legt die Biene ein Ei darauf und verschließt die Brutzelle. Die Bienenlarve ernährt sich selbständig von dem Proviant in der Zelle und verlässt erst im folgenden Jahr als junge Biene das Nest.

 

Bitte betreten sie diese Flächen während der nächsten etwa vier Wochen nicht, dann ist alles vorbei – bis zum nächsten Frühling. Nutzen Sie also jetzt die Gelegenheit, das interessante Verhalten der Tiere zu beobachten.

 

Wildbienen brauchen unsere Hilfe

Im Frühling erwacht auch der Garten zum Leben und hier können Gärtnernde etwas für die Bienen und andere Insekten tun. Nektar- und Pollen sind die Nahrungsgrundlage für Honig- und Wildbienen, aber auch für eine Vielzahl weiterer Insektenarten. Ein Garten für Insekten sollte daher Nahrung – Nektar und Pollen – vom Frühjahr bis zum Herbst bieten. In Staudenbeeten aber auch bei der Bepflanzung von Beeten und Balkonkästen mit einjährigen Sommerblumen lässt sich durch eine gezielte Auswahl ein vielfältiges Angebot schaffen. Bei der Auswahl der Pflanzen sind ungefüllte oder halbgefüllte Sorten zu bevorzugen. Bei gefüllten Blüten sind die pollenführenden Staubblätter zu Blütenblättern umgewandelt und bieten keinen Pollen. Pflanzen wie Geranien oder Dahlien, grüner Rasen ohne eine einzige Blume oder Nadelbäume, die keine Blüten für Bienen haben, tragen leider nicht zur Wildbienenernährung bei. 

 

Wildbienen benötigen auch Nistplätze. Etwa zwei Drittel der Tiere nistet im Boden und ist damit auf offene Stellen im Boden, Abbruchkanten oder schütter bewachsene Standorte wie Magerrasen oder Brachflächen, Sand oder Kiesgruben angewiesen. Wer die Möglichkeit hat, in seinem Garten solche Flächen bereitzustellen, kann viel für die Biodiversität leisten. In unserer aufgeräumten Landschaft verschwinden leider zunehmend die lebensnotwendigen Nistplätze und Nahrungsangebote.  So sind heute viele Arten unserer Wildbienen selten geworden: Sie finden einfach kein Zuhause mehr.

 

Springe, im April 2022

Michael Borgolte, NABU Springe e.V.


Entkusselung am Springer Steinbruch

Der Steinbruch Ebersberg in Springe ist ein interessanter Orchideenstandort. Vogelnestwurz, Stendelwurz, Ragwurz, Knabenkräuter und Mückenhändelwurz konnten dort bereits nachgewiesen werden. Leider beschattet der aufkommende Gehölzaufwuchs die Flächen. Dadurch verlieren die Orchideen ihren Lebensraum. Aus diesem Grunde müssen die Flächen regelmäßig von dem aufkommenden Baumbewuchs aus Fichten, Birken und Cotoneaster befreit werden.

 

Am Samstag, den 29. Januar 2022 trafen sich Mitglieder des NABU Springe und der Höhlenfreunde aus Hannover zu einem gemeinsamen Arbeitseinsatz. Nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Stadt Springe wurden auf der oberen Steinbruchsohle Fichten und Birken entnommen und das Schnittgut wurde entfernt.

 

Parallel wurde der Müll (hauptsächlich Flaschen und Dosen) eingesammelt und entsorgt. Leider hat sich der Steinbruch in den letzten Jahren zu einem Besuchermagnet entwickelt. Regelrechte Trampelpfade sind entstanden und auch die vielen Feuerstellen zeigen, wie unsensibel einige „Naturfreunde“ mit dem Naturschutzgebiet umgehen. Wünschenswert wäre eine stärkere Kontrolle durch die zuständigen Behörden.

 

(Aufräumarbeiten am) Springer Steinbruch - Fotos: NABU/M. Borgolte

 


Arbeitseinsatz am Ziegeunerwäldchen im Februar 2022

Der Bericht und Fotos zur Pflege ist jetzt im Schwerpunkt zu lesen.


Terminvorschau 2022

Nahaufnahme von der Seite einer "kleinen Baumnymphe"
Kleine Baumnymphe - Foto: NABU/G. Wall

Der Vorstand präsentiert die vorläufige Programmübersicht des Vereins für 2022.

 

Mit dem Auslaufen der Corona-Auflagen lassen sich wieder vielfältige Aktionen planen, wir freuen uns, dass es wieder losgeht!

 

Gäste sind stets willkommen - besuchen Sie uns, machen Sie sich ein Bild, lernen Sie die regionale Natur kennen oder packen Sie mit an für die Natur. Das ist gelebter Naturschutz.

 

Änderungen an den Terminen sind möglich - achten Sie auf die lokale Presse für größere Aktionen. Bei allen Veranstaltungen sind die aktuellen Corona-Auflagen zu beachten. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen geschieht auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Haftungsansprüche gegen den Naturschutzbund Deutschland oder die Organisatoren sind ausgeschlossen. 

 

Die Termine werden nach und nach in den NABU Terminkalender aufgenommen, Informationen zu Ansprechpartnern, Anmeldung usw. finden Sie dann dort. Bei Fragen wenden Sie sich gern auch direkt per Email oder Telefon an uns.

 

12. April – Dienstag, 19 Uhr Mitgliederversammlung

Erforderlich ist die Wahl des/der 2. Vorsitzenden, des/der Kassenwarts/Kassenwartin, des/der Schriftführers/Schriftführerin. Vorschläge bitte an Günther Wall, den 1. Vorsitzenden;

 

07. Mai – Samstag, 14 Uhr Waldspaziergang im Gehlbachtal

um sich über den Zustand des Waldes zu informieren.

 

Leitung: Christian Boele-Keimer, Leiter des Forstamtes Saupark

Treffpunkt: Parkplatz Hutewald/Sennhütte L422 zwischen Eldagsen – Coppenbrügge

Zum Abschluss eventuell Einkehr in der Sennhütte

Dauer: ca. 2-3 Stunden

 

08. Mai – Sonntag, 4.30 Uhr) Frühwanderung am Ziegeunerwäldchen „Volle Sangeskraft der Vögel“ (Gemeinsame Veranstaltung von NABU Springe und BIOTOP)

Treffpunkt: Hallerbrücke zwischen Gestorf und Eldagsen

Dauer: ca. 4 Stunden, Leitung: Thomas Maschke

 

10. Mai – Dienstag, 19 Uhr Stammtisch im DRK-Haus, An der Bleiche, Springe

Das Springer Team von Fridays For Future stellt sich zur Diskussion

 

14. Mai – Samstag, 10 Uhr Wasseruntersuchungen an der Rambke

Leitung: Dirk Schmidt, ALG (= Arbeitsgemeinschaft für Limnologie und Gewässerschutz)

Treffpunkt: Parkplatz Hagebau, Osttangente in Springe

 

13. bis 15. Mai 2022 Stunde der Gartenvögel

Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“. [Aktionsseite]

 

06. Juni (Pfingsten) - Montag, 6 Uhr Morgenspaziergang in einer Naturoase

Treffpunkt: Hallerbrücke zwischen Gestorf und Eldagsen

Dauer: 3 - 4 Stunden, Leitung: Thomas Maschke

Gemeinsame Veranstaltung von NABU Springe und BIOTOP

 

14. Juni – Dienstag, 19 Uhr - Stammtisch im DRK-Haus, An der Bleiche, Springe

Über das Thema “Natur Natur sein lassen“ berichtet Heiko Brede – Förster für Waldökologie und Naturschutz  (Niedersächsische Landesdesforsten)

 

18. Juni – Samstag, 9 Uhr Radtour unter Leitung des 2. Vorsitzenden Michael Borgolte

Treffpunkt: Museum auf dem Burghof, Springe.

Es geht zu den - vom NABU Springe betreuten - Grundstücken in Springe (Streuobstwiese Plönhagen – Sedemünder – Altenhagen – Krötenteich – Hallerbruch – Alvesrode – Streuobstwiese Mühlenbrink)

 

27. und 28. August Europäische Fledermaus-Nacht (Batnight)

 

27. August - Samstag, 20.30 Uhr Fledermausführung

Beobachtungen mit Michael Borgolte, 2. Vorsitzender NABU Springe

Treffpunkt: Fabrikgelände Sedemünder (zu erreichen über eine unauffällige Abzweigung von der B 217 zwischen Springe und Altenhagen I)

 

10. September – Samstag, 10 Uhr – Mit dem Jäger in den Wald unter Leitung von Friedrich Bartels

Treffpunkt:  Springer Jagdhütte hinter dem Landheim Tellkampschule am Ende der Straße Im Papenwinkel

 

13. September – Dienstag, 19 Uhr Stammtisch im DRK-Haus, An der Bleiche, Springe

Der Wald im Ausnahmezustand; Es berichtet Christian Boele-Keimer, Leiter des Forstamtes Saupark

 

11. Oktober – Dienstag, 19 Uhr - Stammtisch im DRK-Haus, An der Bleiche, Springe

Über die Biber in unserer Region berichtet Dieter Mahsarski, ehrenamtlicher Biberberater (NABU Laatzen)

 

November Jahresabschluss-Veranstaltung


Mitgliederversammlung am 12. April 2022

Alle Mitglieder des NABU Springe e.V. wurden Anfang September per Brief zur Mitgliederversammlung des Vereins eingeladen. Eine Anmeldung im Vorfeld ist erwünscht, damit der Versammlungsraum gemäß der dann gültigen Auflagen bestmöglich vorbereitet werden kann. Die Anmeldung ist noch bis Sonntag den 10.04.2022 möglich.

  • Wann: Dienstag, 14.04.2022 - 19.00 Uhr
  • Wo: DRK Haus, An der Bleiche 6, 31832 Springe

Amphibiengewässer Sedemünder

Der Bericht und Fotos zur Fortsetzung der Gestaltung des neuen Habitats ist im Schwerpunkt zu lesen.


Lindenpflanzung in Völksen an den Rottekuhlen im Januar 2022

Entlang des asphaltierten Feldweges, der Verlängerung der Alvesoder Straße in Richtung Haller, in Höhe der Hochspannungsleitungen kreuzt ein weiterer Feldweg in Richtung Landstraße K214. Dort sind aufgrund der Hitzesommer 2018 und 2019 etliche Fichten abgestorben.

 

Dieser trostlose Anblick veranlasste den NABU Springe den Eigentümern den Vorschlag zu unterbreiten, die Fichten zu fällen und als Ersatz zwei Lindenbäume und einige Sträucher anzupflanzen. Die Zusagen wurden von allen betroffenen Eigentümerinnen und Eigentümern sofort erteilt.

 

Die dortigen Eigentumsverhältnisse sind außergewöhnlich: Wie eine Perlenschnur reihen sich über 120 kleinteilige Eigentumsflächen hintereinander. Diese Fläche diente für sogenannte Rottekuhlen hauptsächlich in der frühen Neuzeit zur Flachsbearbeitung. Hier wurden die Flachsstengel zum Verrotten mehrere Tage gewässert. Da hierbei sehr übelriechende und gesundheitsschädigende Gase entstanden, lagen die Rottekuhlen außerhalb der Siedlungen. Durch den nahen Graben wurden die Abbauprodukte einfach abgeleitet und entsorgt.

 

Die gepflanzten Winterlinden bilden eine dichte Krone und können ein ehrwürdiges Alter von 500 und mehr Jahren erreichen. Über 30 pflanzenfressende Insektenarten wurden als Kostgänger bei den Winterlinden festgestellt. Zur Blütezeit im Sommer sind Linden wertvolle Nektartankstellen für Honigbeinen und anderer Insekten.

 

Männer setzen Pfähle neben einen frisch gepflanzten Lindenbaum, der etwa vier Meter hoch ist
Foto: NABU/M. Borgolte, W. Heinemann, J. Basler

Der Biber an der Haller

Im Herbst 2021 konnten wir wieder vermehrt „Fraß“-Schäden an Ufergehölzen entlang der Haller am Ziegeunerwäldchen feststellen.

 

Der Biber ist reiner Vegetarier. Im Sommer ernährt er sich von Gräsern, Stauden, Blättern, Kräutern, Feldfrüchten und Rhizomen von Wasserpflanzen. Rund 300 Arten stehen auf seinem Speiseplan. Hierzu gehören zum Beispiel Seerosen, Schilf, Brennnesseln, Klee, Äpfel, Rüben, Mais oder auch Getreide. Im Winter besteht seine Nahrung – da anderes nicht mehr zur Verfügung steht- aus der jungen Rinde von Bäumen und Sträuchern sowie Wurzeln und Knollen. Bevorzugte Baumarten sind Weiden und Pappeln, die sich schnell regenerieren und so über viele Jahre als Nahrungsquelle genutzt werden können. Aber auch andere Baumarten und Heckenpflanzen werden gern gefressen.

 

Leider nagt der Biber viele Bäume gleichzeitig an, ohne diese gleich zu fällen und zu fressen. Aus diesem Grunde haben wir uns entschlossen einige Bäume mit einem starken Drahtzaun zu schützen. So geben wir dem Biber vor, welche Bäume er fällen darf.

Biberspuren am Hallerufer - Fotos: NABU/M. Borgolte

Fotos 1 bis 4: Fraßspuren

Foto 5: Anbringen eines Drahtgeflechts zum Schutz eines Eichenbaums


Regionale Handy-Sammelboxen wurden eingestellt

Die NABU-Gruppe Springe beteiligte sich seit 2011 an den Aktionen "Handys für die Havel" und "Handys für die Hummel" und hat insgesamt rund 4.500 Althandys beigesteuert. 

 

 In der Kernstadt Springe sowie in Bennigsen und Eldagsen wurden die ständigen Sammelstellen zum Jahresende 2021 geschlossen.

 

Wir danken ganz herzlich Familie Heidrich für ihren langjährigen Einsatz!

 

Die Aktion läuft allgemein noch weiter, alle näheren Informationen dazu und Anleitungen zum Mitmachen hier.


Aufruf zur Beteiligung - Änderung des Grundstückverkehrsgesetzes

Es folgt eine Mitteilung des Landesvorsitzenden des NABU Niedersachsen an alle aktiven NABU-Mitglieder:

Liebe Aktive des NABU in Niedersachsen,

 

heute möchten wir Sie und Euch über die angestrebte Änderung des Grundstückverkehrsgesetzes durch die Landesregierung informieren. Sollte diese Gesetzesänderung kommen, ginge es um nicht mehr und nicht weniger, dass Naturschutzverbände zukünftig kaum mehr in der Lage sein werden, Flächen zu erwerben. Nachdem bereits viele Anfragen von der Basis bei uns auf Landesebene angekommen sind und die Aufregung groß ist, bieten wir beigefügte Briefvorlagen als persönliches Schreiben an Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast, Umweltminister Lies und Ministerpräsident Weil an. Alle Aktiven sind herzlich dazu aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

 

Hintergrund und Position des NABU:

Der NABU begrüßt ausdrücklich die mit der Gesetzesänderung verbundene Bestrebung, die Agrar- und Forstflächen in Niedersachsen vor finanziellen Spekulationen zu schützen. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass Klima-, Natur- und Artenschutz von einer weiteren Entwicklung ausgeschlossen werden.

 

Mit diesem Gesetzentwurf droht das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium den gemeinsamen Niedersächsischen Weg aufzukündigen. Durch die Festlegung, dass zukünftig alle Flächenverkäufe sowie alle Verpachtungen ab 0,5 Hektar nur noch zur zukünftigen intensiven landwirtschaftlichen Nutzung an Landwirt*innen abgegeben werden dürfen, sind die vereinbarten Ziele des Naturschutzes nicht mehr zu erreichen.

 

Die geplante Änderung des Gesetzes würde zu einer Intensivierung von land- und forstwirtschaftlich genutzter Fläche führen und stünde im Widerspruch zu allen Bestrebungen, Kohlenstoffsenken wiederzubeleben, die ökologische Landwirtschaft zu steigern sowie Strukturvielfalt und Biodiversität auf der Fläche zu erhalten. Weitere Hintergründe sind der beigefügten Stellungnahme zu entnehmen.

 

Folgende Forderungen müssten dagegen im Gesetz umgesetzt werden:

 

·         Naturschutz- und Pflegemaßnahmen müssen als landwirtschaftliche Bewirtschaftung anerkannt werden.

·         Die Definition der landwirtschaftlichen Nutzung muss im Sinne des Natur- und Umweltschutzes, zum Wohle der Allgemeinheit als auch zur größeren Aktionsfreiheit der Landwirte*innen in einem weiteren Rahmen gefasst werden, wie dies z.B. in Baden-Württemberg der Fall ist.

·         Ein direkter Kauf von Flächen zum Zwecke der Durchführung von Natur- und Umweltschutzmaßnahmen oder der Flächenpflege durch anerkannt Umwelt- und Naturschutzvereinigungen muss ermöglicht werden.

·         Es muss für anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigungen ein Vorkaufsrecht für alle Flächen innerhalb von Schutzgebieten (NSG, Natura-2000-Gebieten) festgelegt werden, wenn die Flächen veräußert werden sollen und die Naturschutzverbände sie aufgrund von Naturschutzzwecken erwerben wollen.

 

Liebe NABU-Aktive, wir glauben nicht, dass die vom NABU-Landesverband abgegebene Stellungnahme ausreicht, um die Landesregierung zum Einlenken zu bewegen. Da es hier um ein Kernanliegen des Naturschutzes und aller NABU-Gruppen geht, bitte ich darum, uns bei dem Vorhaben mit persönlichen Briefen an die Landesregierung (MU, ML oder StK) zu unterstützen, damit das Gesetz in dieser Form verhindert und vielleicht noch zum Positiven gewendet werden kann.

 

Herzlichen Dank und mit freundlichen Grüßen

Ihr

Dr. Holger Buschmann

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Stellungnahme des NABU
NABU Stellungnahme Entwurf NGrdstLwG - 2
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Briefvorlage GVG ML
Briefvorlage_Grundstücksverkehrsgesetz_M
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Briefvorlage GVG MP
Briefvorlage_Grundstücksverkehrsgesetz_M
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Briefvorlage GVG MU
Briefvorlage_Grundstücksverkehrsgesetz_M
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Arbeitseinsatz an der Skiwiese „Lichtes Tal“ in Springe

Das Gebiet des großen Steinbruches oberhalb von Springe wird seit Jahren von ehrenamtlichen Mitgliedern des NABU Springe untersucht. Die Ergebnisse haben wir 2018 in einer großen Ausstellung im Jagdschloss Springe "Wilde Blicke auf wilde Bienenlandschaften" und in einer Broschüre „Springe entdeckt seine Wildbienen“ der Öffentlichkeit präsentiert. 

 

Leider mussten wir feststellen, dass die Wiesen in den letzten Jahren artenärmer geworden sind. Durch das Verbleiben des Mahdgutes auf der Fläche werden die Böden immer mehr mit Nähstoffen angereichert. Dies begünstigt das Wachstum hochwüchsiger Arten. Die Wiesen verwandeln sich langsam zu einer Hochstaudenflur. Diesen Vorgang kann man auf den Flächen gerade im unteren Bereich (Parkplatz) gut beobachten.

 

Der Vorstand vom NABU Springe hat nach Rücksprache mit dem Skiclub Springe abgesprochen, das zumindest Teilbereiche nicht mehr gemulcht werden, sondern abgemäht werden. Anschließend wurde das Gras mehrfach gewendet / getrocknet und von der Fläche abgetragen. Wir danken den Helfern Regina Schlichting, Werner Ziegler, Michael Jung, Wolfram Heinemann, Jürgen Basler und Michael Borgolte die uns bei diesen Arbeiten hilfreich unterstützt haben.

 

Wir erhoffen uns dadurch, dass die Fläche ausgehagert wird und somit die Konkurrenzfähigkeit z.B. der Orchideen gegenüber unerwünschten Problempflanzen wie Brennesseln, Schachtelhalm und Kratzdisteln gefördert wird. Wir werden diese Arbeiten regelmäßig durchführen und beobachten, ob sich ein Erfolg einstellt.

 

Wer im nächsten Jahr Interesse hat an diesen Arbeiten mitzuwirken soll sich bitte unter info@nabu-springe.de melden.

Hügel mit trockenen Grashaufen
Zusammengehaktes Mahdgut - Foto: NABU/M. Borgolte
Zwei Helfer posieren gut gelaunt auf der Skiwiese mit Heugabeln
Ein schöner Tag an der frischen Luft - Foto: NABU/M. Borgolte

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Wisente im Wald - Foto: NABU/C. Heinrich
Wisente im Wald - Foto: NABU/C. Heinrich