Lokalnachrichten

Der Naturschutzbund NABU als deutschlandweit organisierter Verein veröffentlicht umfangreiche Informationen zu bestimmten Schwerpunktthemen, sowie Nachrichten für verschiedene Interessensgruppen. An dieser Stelle wollen wir diese nicht wiederholen, sondern über die Themen, Aktivitäten und Neuigkeiten berichten, die uns in Springe bewegen und beschäftigen. Viel Spaß beim Stöbern!

 

Ältere Nachrichten wandern ins Archiv, über die Historie des NABU und unsere lokale Vereinsgeschichte können Sie sich an anderer Stelle informieren.


Kräuterführung am Energie- & Umweltzentrum am Deister e.V.

Gestern durfte die Garten-AG des NABU Springe gemeinsam mit interessierten Gästen eine spannende Kräuterführung mit Gudrun Fischer-Seidel auf dem Gelände des Energie- und Umweltzentrums in Eldagsen erleben.
Knapp zwei Stunden lang führte uns Frau Fischer-Seidel auf fröhliche und sehr anschauliche Weise durch die vielfältige Welt der Wildpflanzen. Dabei wurde schnell deutlich, wie viele heimische Pflanzen sich für die Hausapotheke, die Küche oder andere Anwendungen nutzen lassen. Ebenso vielfältig wie die Pflanzen selbst sind auch ihre Zubereitungsarten und Einsatzmöglichkeiten.
Mit viel Wissen und Geduld beantwortete Frau Fischer-Seidel unsere Fragen und gab außerdem Literaturtipps für alle, die tiefer in das Thema einsteigen möchten. Ein besonderes Highlight war ihr selbstgebackenes Bärlauch-Gebäck, das wir sogar probieren durften.
Auch das Gelände des Energie- und Umweltzentrums Eldagsen hat viele von uns begeistert. Die Gärten und Grünanlagen sind äußerst vielfältig gestaltet und auf jeden Fall einen Besuch wert.
Insgesamt 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dabei und alle waren sich einig. Es war eine rundum gelungene und sehr informative Veranstaltung.
Ein herzliches Dankeschön an Gudrun Fischer-Seidel für die lebendige Vermittlung dieses spannenden Kräuterwissens!

Wer Interesse an der Garten-AG des NABU Springe hat, kann sich gerne für unseren Newsletter anmelden: [email protected]

Text und Bilder: Michel Beuth


Ein Herz für die Natur…

… haben einmal mehr die Damen vom Lions-Club Deister Fontana bewiesen und zusammen mit dem NABU Springe zwei vielversprechende Winterlinden (Tilia cordata) gepflanzt.

Wie kam es dazu? Auslöser war wohl der NABU-Vortrag zum Thema „Naturschutz vor der Haustür“ beim Clubmeeting, bei dem u. a. auch der dramatische Rückgang der Artenvielfalt und der Biomasse bei Insekten aufgezeigt wurde. Spontan entschlossen sich die naturinteressierten Deister-Fontana-Damen mit ihrer damaligen Präsidentin Ruth Schütte, dem NABU mit einer großzügigen Spende weitere Investitionen in die Natur zu ermöglichen.

Die gemeinsam getroffene Entscheidung fiel u. a. auf den Kauf und die Anpflanzung von zwei größeren „Insektentankstellen“, wie man durchaus auch die Winterlinden bezeichnen kann. Sind sie doch – im Unterschied zur Sommerlinde und allen anderen heimischen Laubbäumen – der Baum, der am spätesten blüht und somit bis in den Herbst hinein Bienen und anderen Insekten Nahrung bietet. Zudem sind die Blüten der Linde als Teegrundlage bei der Bevölkerung bestens bekannt.

Auch die jetzige Präsidentin Beate König und ihre Nachfolgerin Cornelia Fritsch ließen es sich nicht nehmen, jetzt zur Pflanzzeit die beiden jungen Laubbäume auf einer großen NABU-Streuobstwiese am Plönhagen einzupflanzen. Vom NABU Springe waren der 2. Vorsitzende Michael Borgolte, Landschaftsgärtner Joachim Gustke und Christian Albert dabei, die das notwendige Zubehör und Werkzeug sowie die beiden Bäume mitbrachten.

Schnell waren vor Ort geeignete Baumstandorte gefunden und die beiden großen Pflanzlöcher ausgehoben. Nach anschließender Verfüllung und dem Festtreten der Fläche folgte schließlich die Fixierung der beiden ca. 3 m hohen jungen Bäume mit je zwei Holzpfählen und Kokosgarn. Mit 40 Litern Wasser wurden die Bäume erstmals getränkt, bevor man sich dann zufrieden zum Abschlussfoto stellte.

Die Winterlinde, Baum des Jahres 2016, wächst in den ersten 15–20 Jahren sehr schnell und kann bei einer Höhe von bis zu 30 m annähernd 900–1000 Jahre alt werden, wie z. B. die „Gerichtslinde“ auf dem Burgberg in Castell (Unterfranken) beweist.

„Das werden wir sicher nicht erleben, hoffentlich aber ein gesundes Wachstum und viele Blüten als Nektar für alle Lebewesen“, so einhellig das Deister-Fontana-NABU-Pflanzquintett.

 

Text: Christian Albert, Bilder: Michael Borgolte


NABU Springe pflanzt 200 m Sträucherhecke

Frühlingszeit ist Pflanzzeit. So auch beim NABU Springe. Aufgrund der anhaltenden Frostperiode konnte die schon lange geplante Pflanzaktion erst jetzt in die Tat umgesetzt werden. Tatort: zwei nebeneinander an einem Feldweg gelegene Grundstücke in der Gemarkung Eldagsen zwischen Alversode und Wisentgehege. Eines gehört der NABU-Stiftung, das andere hat der NABU langfristig gepachtet.

 

Bei morgendlicher Frische und bedecktem Himmel, also gutem Pflanzwetter, machten sich neun Aktive an die Arbeit. Die NABU-Schriftführerin Katherina Tschöpe hatte sich mit ihren beiden Kindern Johanna (9) und Thees (6) Verstärkung mitgebracht, die mit Begeisterung wertvolle Hilfe leisteten.

 

Während einige Helfer die ca. 50–80 cm großen Sträucher nach Größen sortierten und parat legten, bereiteten die beiden Organisatoren Friedrich Bartels, 1. Vorsitzender der NABU-Stiftung Springe, und der 2. Vorsitzende des NABU e.V., Michael Borgolte, die Pflanzlöcher vor. Während sie abwechselnd den motorisierten Erdbohrer einsetzten, gruben die anderen Helferinnen und Helfer mit ihren Spaten die Pflanzlöcher aus, setzten anschließend die Sträucher ein und verfüllten die Pflanzstellen mit dem Bodenaushub, der dann noch festgetreten wurde.

 

Nach ca. zwei Stunden war der Feldrand der Grundstücke mit über 200 insektenfreundlichen, autochthonen Sträuchern zu einer erkennbaren Heckenbepflanzung naturfördernd aufgewertet.

 

Auch die Verpächter des Grundstücks ließen es sich nicht nehmen, die NABU-Akteure vor Ort kurz zu besuchen und mit zwei größeren Felsenbirnen einen sichtbaren Naturbeitrag zu leisten.

 

Ohnehin: Die ausschließlich aus einheimischen Gewächsen bestehenden Sträucher, wie eingriffeliger Weißdorn, Roter Hartriegel, Pfaffenhütchen, Waldhasel, gewöhnliche Eberesche, Feldahorn u.a.m., wurden von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung finanziert, die schon mehrfach den NABU Springe und dessen Stiftung mit Fördermitteln bei nachweislich natur- und umweltfördernden Maßnahmen unterstützt hat.

 

Zufrieden über die „wärmende“ Feldarbeit stärkten sich zum Abschluss alle Beteiligten bei einer zünftigen Brotzeit mit Mettbrötchen, Brezeln und Erfrischungsgetränken.

 

So macht Naturschutzarbeit Spaß!

Text: Christian Albert, Bilder: Katherina Tschöpe, Michael Borgolte & Michel Beuth


Erziehungsschnitt der Obstbaumreihe in Eldagsen

Guter Start ins Pflegejahr 2026!

 

Bei eisigen Temperaturen, aber mit bester Stimmung haben wir unseren ersten Pflegeeinsatz des Jahres durchgeführt: den Erziehungsschnitt an der Obstbaumreihe entlang des Wirtschaftsweges in Eldagsen. Die jungen Hochstämme wurden 2023 gepflanzt und brauchen nun regelmäßige Pflege, um sich gesund und stabil zu entwickeln.

 

Der Obstbaumschnitt im Winter hat klare Vorteile. Die Bäume befinden sich in der Vegetationsruhe, die Kronenstruktur ist gut erkennbar und gezielte Schnitte fördern ein tragfähiges, lichtdurchflutetes Kronengerüst. Das stärkt die Vitalität der Bäume, beugt Schäden vor und legt die Grundlage für eine gute Ernte in den kommenden Jahren. Gleichzeitig wurde darauf geachtet, dass zukünftige Äste nicht zu weit in den Wirtschaftsweg ragen, der landwirtschaftlich genutzt wird.

 

Nach rund 2,5 Stunden und etwa 30 gepflegten Bäumen war die Arbeit geschafft. Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer für euren Einsatz. Trotz Kälte, aber mit viel Engagement für unsere Streuobstbäume!

Text und Bilder: Michel Beuth


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Wisente im Wald - Foto: NABU/C. Heinrich
Wisente im Wald - Foto: NABU/C. Heinrich