Lokalnachrichten

Der Naturschutzbund NABU als deutschlandweit organisierter Verein veröffentlicht umfangreiche Informationen zu bestimmten Schwerpunktthemen, sowie Nachrichten für verschiedene Interessensgruppen. An dieser Stelle wollen wir diese nicht wiederholen, sondern über die Themen, Aktivitäten und Neuigkeiten berichten, die uns in Springe bewegen und beschäftigen. Viel Spaß beim Stöbern!

 

Ältere Nachrichten wandern ins Archiv, über die Historie des NABU und unsere lokale Vereinsgeschichte können Sie sich an anderer Stelle informieren.

Arbeitseinsatz Vogelschutzgehölz Dammfeld, Juli 2021

Am Samstag, den 2. Juli trafen wir uns um 9:00 Uhr am Vogelschutzgehölz Dammfeld südlich der B217 in Springe. Wir hatten an diesem Wochenende Glück mit dem Wetter und konnten so die geplanten Arbeiten durchführen.

 

In dem von uns seit 1980 betreuten Gebiet wandert die Herkulesstaude ein. Für die Ansiedlung spielt der Mensch die Hauptrolle. Die Pflanze wurde als Bienenweide angesät, reife Samenstände der kuriosen „Zierpflanze“ wurden durch Gärtner illegal in der ehemaligen Deponie entsorgt.

 

 

Der aus dem Kaukasus stammende invasive Neophyt gibt seinem Zweitnamen „Riesenbärenklau“ alle Ehre. Bis zu vier Meter hoch kann die Staude wachsen (siehe Bild).

 

Für Honigbienen und andere Insekten stehen die großen weißen Doldenblüten hoch im Kurs. Kein Wunder, denn in der Blütezeit von Juli bis in den September gibt es in unserer ausgeräumten Kulturlandschaft für Insekten kaum noch etwas Blühendes zu finden.

 

Es wäre sicherlich eine interessante Bereicherung für unserer Flora, wenn sich der Neophyt in der freien Natur nicht so rasant ausbreiten und die einheimischen Pflanzen durch den dichten Bewuchs massiv verdrängen würde. Auch ist die Gesundheitsgefahr durch den Hautkontakt mit der Pflanze nicht zu unterschätzen. Da es keine natürliche Regulierung durch Fressfeinde oder Krankheiten gibt, müssen wir handeln, oder ein Teil des Vogelschutzgebiets wird mit dem Bärenklau zuwachsen. Statt mit Gift versuchen wir mit Sensen die Weiterverbreitung in den Griff zu bekommen. Ziel ist es, die Samenbildung (bis zu 10.000 Samen / Pflanze) der zwei- bis mehrjährigen, einmalblühenden Pflanze zu vermeiden.

 

Der sich über die Jahre erstreckende Arbeitsaufwand wird sich nur lohnen, wenn der Riesenbärenklau auf allen Grundstücken bekämpft wird, da sonst immer wieder neuer Samen eingetragen werden. Hier ist dringend politisches Handeln gefragt.

 

Traditionell feuerte Rudi Krause den Grill an, und konnte den vielen Helfern zum Abschluss mit warmen Bratwürsten, Salat und Kuchen erfreuen.

 

Allen Helferinnen und Helfern ein herzliches Dankeschön!

 

Gruppenfoto von links nach rechts: 

Wolfgang Heinemann, Werner Ziegler, Regina Schlichting, Joachim Gustke,

Sylvia Stern, Jürgen Basler, Konrad Borgolte, Michael Borgolte, Günther Wall

Gruppenfoto: NABU/R. Krause

 

Weitere Fotos: NABU/G. Wall


Arbeitseinsatz Schafweide in Altenhagen, Juni 2021

Auch auf der verpachteten Schafweide in Altenhagen müssen regelmäßig Pflegearbeiten durchgeführt werden. Die Schafe sind dieses Jahr spät auf die Weide getrieben worden. Dies haben einige „Weideunkräuter“ genutzt. Gerade der Sauerampfer ist in einigen Bereichen massiv aufgetreten. Der Wiesen-Sauerampfer wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen bis über 150 Zentimeter. Sauerampfer enthält sehr viel Vitamin C. Er kann als Wildgemüse gekocht oder roh gegessen werden. Für Schafe ist er giftig, wird aber von diesen im frischen Zustand nicht gefressen.

 

Bevor sich der Ampfer weiter aussamen kann, haben wir die Bestände mit der Sense geschnitten und entsorgt. Wir werden diese Arbeiten regelmäßig durchführen müssen, weil die Weide in den letzten Jahren nicht gepflegt wurde und noch genug Samenpotential im Boden vorhanden ist.

 

Wollen wir hoffen, dass mit den Jahren durch die extensive Beweidung mit den Schafen und paralleler Pflegemaßnahmen eine artenreiche Wiese entstehen wird.

 

Schafweide ohne Tiere, hochstehendes Kraut und tief stehende Sonne
Schafweide Altenhagen im Überblick - Foto: NABU/M. Borgolte
Helfer F. Garde beim Sensen
Helfer F. Garde beim Sensen - Foto: NABU/M. Borgolte

Insektensommer - 1. Zählphase

Zwei Pflanzenwespen auf einer großen gelben Blüte
Pflanzenwespen in Nahaufnahme - Foto: NABU/M. Borgolte

Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ wird bereits zum vierten Mal mit dem Citizen Science-Projekt „Insekten-sommer“ in die faszinierende Welt der Insekten eingetaucht.  Am Sonntag den 13.06. trafen sich einige Mitglieder des NABU Springe am Ziegeunerwäldchen und zählten 1 Stunde lang Insekten, welche sich am Wegesrand aufhielten.

 

Aufgefunden wurden Steinhummeln, Erdhummeln, Honigbienen, Halmwespen, Moschusbockkäfer, Kleiner Fuchs, Zünsler, Blutbär, Wanzen, Fliegen, Käfer etc. Die Daten wurden anschließend online gemeldet.

 

 

Die zweite Zählphase findet vom 6. bis zum 15. August 2021 statt. 

 

Eine Frau und ein Mann stehen am Wegesrand in hohem Gras
Suche nach Insekten am Wegesrand für die Bestimmung und Zählung - Foto: NABU/M. Borgolte

Steinkauz-Niströhren auf der Streuobstwiese Mühlenbrink

Einst war der Steinkauz als Garten- und Dorfvogel in ganz Deutschland zu Hause. Heutzutage ist er in Niedersachen hauptsächlich in den westlichen Landesteilen anzutreffen. Offene, aber reich strukturierte Kulturlandschaften mit Hecken, Bäumen und Dauergrünland sind der Lebensraum der Steinkäuze.

 

Vier bis fünf Stunden Arbeitszeit pro Röhre hat Joachim Gustke investiert, um eine Steinkauz-Behausung herzustellen. Dazu hat er Holzbretter um eine mit der Stichsäge ausgesägte dicke Holzscheibe festgenagelt. Die zwei vorderen Holzscheiben erhielten ein rundes Loch von 6 bis 7 Zentimetern Durchmesser. Sie dienen als mardersicherer Eingang. Die hintere Scheibe bleibt geschlossen. Eine Lage Folie um diese Holzröhre gewickelt, schützt vor allzu rascher Verwitterung und bewahrt seine Bewohner vor Wind und Regen.

Die fertigen Röhren sind nun auf starke Äste freistehender Bäume gelegt und mit Lochbändern festgeschraubt worden. Wichtig ist, dass der Innenraum vorher mit Holzwolle oder Mulch ausgelegt wird. Schließlich sollen die künftigen Bewohner sofort ein gemachtes Nest vorfinden.

 

Natürliche Wohn- und Brutmöglichkeiten sind in unserer aufgeräumten Landschaft selten geworden. Deshalb kann das Aufhängen von künstlichen Nisthilfen dafür sorgen, dass sich der Steinkauz auch bei uns wieder ansiedeln kann. 

 

Wir bedanken uns bei Herrn Gustke für die Nisthilfen. Wer Freude hat selbst Nisthilfen zu erstellen: diverse Bauanleitungen von simpel bis besonders sind im Internet abrufbar, zum Beispiel beim NABU Niedersachsen

 

Wir könnten auch auf unseren NABU-eigenen Flächen noch viele Nisthilfen aufhängen. Also Nachahmer sind ausdrücklich erwünscht.

Leiter an einem niedrigen Baum, eine schwarze Röhre waagerecht im Baum
Herr Gustke mit einer neuen Steinkauz-Nisthilfe im Baum - Foto: NABU/M. Borgolte

Bilderausstellung "Mein Traumgarten" endet am 21. Mai

 

Die im Rahmen des Kindermalwettbewerbs „Mein Traumgarten“ eingereichten Bilder sind nur noch bis zum 21.05. in der Springer Stadtbibliothek während der bekannten Öffnungszeiten zu sehen. Danach werden die über 100 dort aufgehängten Bilder der Preisträger/-innen über die betreffenden Schulen und KiTas an die Teilnehmer/-innen zurückgegeben. 484 Kinder hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt, über 160 wurden mit naturbezogenen Sachpreisen ausgezeichnet, alle anderen  mit kleinen Anerkennungspreisen für ihre Teilnahme belohnt. 

 

Empfehlung für alle, die noch dort waren: hingehen, ansehen und staunen, wie sich Kinder ihren Traumgarten vorstellen.


Projekt 2021: Amphibiengewässer Sedemünder

Der NABU Springe hat sich zum Ziel gesetzt, die ehemaligen Forellenteiche am Sedemünder Mühlbach in Springe / Altenhagen als Amphibiengewässer aufzuwerten. Dazu wird die Teichanlage nun für 10 Jahre gepachtet.

 

Die drei Forellenteiche wurden in den letzten Jahren nicht mehr bewirtschaftet. Die Gräben, welche das Quellwasser in die Teiche zuführten, wuchsen zu und verlandeten. Viele Äste und Bäume fielen in die Teiche. Auch sind durch den Baumbestand die Teiche sehr beschattet. Der herbstliche Laubabfall sorgt für eine erhebliche Verschlammung des Teichgrundes.

 

Um hier einen artenreichen Lebensraum für Amphibien und andere wassergebundene Lebewesen zu schaffen ist einiges zu tun - genau die richtige Aufgabe für unseren praktischen und „anfassbaren“ lokalen Naturschutz. Als erstes wurden die Gräben wieder freigelegt und der Wasserzulauf konnte damit gewährleistet werden. Der erste Teich füllte sich gleich wieder mit Wasser.

 

Leider hielt die Freude nicht lange an. Wie sich herausstelle lief das zugeführte Wasser durch Risse oder Wühlmauslöcher durch den Damm in Richtung Mühlbach ab. So wurde der beschädigte Damm mit einer Lehmschicht abgedichtet. Der Wasserverlust hält sich nun in Grenzen.

 

Viel Muskelkraft war nötig, um die Bäume und Äste aus dem Teich zu ziehen. Nun sind die Teiche freigeräumt, die standortfremden Fichten wurden gefällt und gleich als Totholzhaufen aufgeschichtet.

 

Ehemalige Forellenteiche Sedemünder

Fotos: NABU/M. Borgolte

 

Jetzt kann beobachtet werden, wie lange der Teich gefüllt bleibt, und welche Tierarten sich nach und nach hier ansiedeln.

 

Im Herbst werden die Arbeiten weitergeführt. So beabsichtigen wir, durch eine umfangreiche Baumentnahme eine Besonnung des Gewässers zu ermöglichen. Warme Teiche sind für Amphibien eine sehr gute Kinderstube, da sich dadurch die Entwicklung der Larven beschleunigt. Des Weiteren wollen wir entlang des Feldweges die abgeknickten Weiden zurückschneiden und auf den freien Flächen unterschiedliche Sträucher pflanzen, um auch für Insekten das Blühangebot zu erweitern.

 

Zu gegebener Zeit starten wir einen Aufruf, und bitten um tatkräftige Unterstützung damit dies Projekt gelingen kann!


Kindermalwettbewerb "Mein Traumgarten"

Der Malwettbewerb ist inzwischen ausgewertet und wir freuen uns riesig über die großartige Resonanz in diesen besonderen Zeiten. 484 Kinder haben ihren Traumgarten gemalt. Die Sichtung und Auswertung haben wir uns nicht leicht gemacht und neben den sechs Hauptpreisträgern über 160 Sachpreise vergeben. Wir bedanken uns bei der vierköpfigen Jury mit Christian Janus (Kunstlehrerin i.R.), Regina Kast vom Kinderschutzbund Springe, NDZ-Redakteurin Marita Scheffler und Christian Albert als Organisator vom NABU-Springe. Sie gaben sich große Mühe, die sechs Hauptpreisträger, sowie  die über 150 Sachpreisgewinner zu ermitteln. "Verlierer" gab es bei der Aktion natürlich keine: Alle Kinder haben einen Trostpreis als kleinen Dank für ihre Teilnahme erhalten und hatten ihre Freude bei der Aktion.

 

Einige Bilder haben wir noch zum Aushang in der Springer Stadtbibliothek einbehalten, ansonsten wurden Bilder, Anschreiben und Preise in der Regel über die Kindertagesstätten, Schulen usw. wieder zurückverteilt. Wir danken den Lehrkräften und allen anderen Beteiligten für die Unterstützung. Die Lokalpresse hat zum Abschluss der Aktion um Ostern herum erneut berichtet und zum Teil auch die jungen Preisträger und Preisträgerinnen mit ihren Bildern abgebildet.

 

Erfreulich: Viel Grün, bunte Blumen, Obstbäume, auch der besonderen Art, die gleich verschiedene Obstsorten tragen, spiegeln die Ideenwelt  der Kinder wider. Baumhäuser, Trampoline, Wasserbecken, Rutschbahnen und andere Spielmöglichkeiten durften auch nicht fehlen. Und nicht zu vergessen: eine bunte Vogel-und Schmetterlingswelt. Schottergärten? Fehlanzeige. Das gibt Hoffnung.

 

Es folgen alle Hauptgewinner(innen) und im Anschluss die Bildergalerie. Die Bilder können per Mausklick vergrößert werden.


Wir gratulieren zu den Hauptpreisen:

 

Liselotte Luyken, 5 Jahre, KiTa Waldkinder Lüdersen

 Han Yun,  6 Jahre, DRK KiTa Bennigsen, Rohlfskamp

 

 Eleonore Kirsch, 7 Jahre, Klasse 1a ,Christian-Flemes-Schule, Völksen

 Johanna Koch,  8 Jahre, Klasse 2c, Grundschule Hinter der Burg, Springe

 

 Florian Rashiti, 8 Jahre, Klasse 3b, Grundschule Hinter der Burg, Springe

Paula Ina Aust, 8 Jahre, Klasse 3c, Grundschule Am Ebersberg, Springe


Bildbeschreibungen

  1. Han Yun, DRK KiTa, Bennigsen
  2. Florian Rashiti und Johanna Koch, beide Grundschule Hinter der Burg, Springe
  3. Liselotte Luyken, KiTa Waldkinder, Lüdersen
  4. Übersicht der Ausstellung in der Stadtbibliothek Springe
  5. Ausstellungsbilder 1
  6. Ausstellungsbilder 2
  7. Ausstellungsbilder 3
  8. Ausstellungsbilder 4
  9. Ausstellungsbilder 5
  10. Die Bilder der Hauptgewinner
  11. Christian Albert (NABU Springe e.V.) vor der Ausstellung

Arbeitseinsatz Vogelschutzgebiet Dammfeld

Lichter Wald mit geschlagenen Bäumen
Arbeitseinsatz am Dammfeld - Foto: NABU/M. Borgolte

Seit 1980 betreut der Nabu Springe ein ca. 15.000 m² großes städtisches Gelände südlich der B 217. Zwischen der Fußgängerbrücke und der Bauschutt-deponie der Firma Welliehausen erstreckt sich die ehemalige Springer Hausmülldeponie. In den 50er und 60er Jahren wurde dort Sand abgebaut.

 

1982 pflanzte der Deutschen Bund für Vogelschutz (heute NABU Springe e.V.) Büsche, überließ aber einen Großteil der Fläche der natürlichen Sukzession. Seitdem hat sie sich zu einem wertvollen Biotop für viele Pflanzen und Tierarten entwickelt. Bis zu 56 Vogelarten nisten und leben dort. Auch die seltene Wildkatze hält sich in diesem Gebiet auf.

 

Im Laufe der Zeit wurden die Bäume immer größer und beschatteten die Büsche so sehr, dass etliche aufgrund von Lichtmangel eingingen. Daraufhin ist auch ein Artenrückgang bei den Vögeln und Insekten feststellbar. Daher wurden im Februar dieses Jahrs die Flächen teilweise ausgelichtet. Die gefällten Bäume bleiben als Totholz liegen, die Äste wurden an einige Stellen als Totholzhaufen aufgeschichtet, um wieder freie Flächen zu erhalten.

 

Im Sommer werden wir die Flächen begehen und entscheiden, ob neue Büsche angepflanzt werden müssen, oder ob von selbst genug auflaufen. In der deckungsarmen Agrarlandschaft stellen Hecken und Schutzgehölze wertvolle Lebensräume da. Der NABU Springe ist daher bemüht diese Flächen zu erhalten und weitere neue Flächen zu schaffen.

 

Wir bedanken uns hiermit bei der Stadt Springe, die uns die Fläche pachtfrei zur Verfügung stellt! Und wie immer vielen Dank an alle, die diesmal wieder aktiv mitgeholfen haben.

 

Altes Warnschild in weiß mit grüner Schrift, in der Mitte ist ein großes Einschussloch
Vogelschutzgebiet! :-) - Foto: NABU/M. Borgolte

Kindermalwettbewerb "Mein Traumgarten"

Auch für Kinder ist die coronabedingte Situation nicht einfach, deshalb hoffen wir, unter diesen erschwerten Bedingungen mit einem Malwettbewerb den Kindern etwas Freude bereiten zu können. Das Motto ist im Hinblick auf die Aussicht auf Frühling und die dann anstehenden Gartenarbeiten bewusst so gewählt. Auch wenn nicht alle Kinder zuhause über einen eigenen Garten verfügen, dürfen sie ja davon träumen…

 

Um alle Kinder auf einfachem Wege erreichen zu können, haben wir Anfang Februar Einladungen zur Teilnahme an die sechs Grundschulen und 15 Kindertagesstätten im Stadtgebiet Springe verteilt, und dort wurde auch schon kräftig gemalt.  Die Teilnahmefrist läuft noch bis zum 13. März. Dann wird die Abholung der Bilder organisiert.  Zusätzlich können Bilder bei Bedarf beim Kinderschutzbund, bei der Niedertor-Apotheke in Springe, der Süllberg-Apotheke in Bennigsen oder bei Christian Albert (Ahornstraße 24, Bennigsen) abgegeben werden.

 

Wie es zu einem Wettbewerb gehört, werden die Einsendungen von einer Jury bewertet und prämiert - wobei aber kein Kind leer ausgehen soll. Die Jury wird voraussichtlich von Vertreter/-innen des Kinderschutzbunds, der Neuen Deister-Zeitung (NDZ) und NABU-Mitgliedern besetzt. Die genauen Vorgaben für die Teilnahme können dem unten zur Verfügung gestellten Blatt entnommen werden.

 

Den Ablauf der  Preisverleihung legen wir gegen Ende des Aktionszeitraumes fest, abhängig von den dann geltenden Corona-Bestimmungen. Zumindest die besonders prämierten Werke sollen in der Stadtbibliothek Springe ausgestellt werden. 

 

Regeln für den Malwettbewerb
Ausschreibung für den Malwettbewerb "Mein Traumgarten"

Arbeitseinsatz am Sedemünder Krötenteich

Teich mit Schilf am Ufer
Sedemünder Krötenteich - Foto: NABU/M. Borgolte

Auch am gepachteten Krötenteich in Sedemünder müssen regelmäßig Pflegearbeiten durchgeführt werden. Aufgrund einer Beratung durch Teich- und Amphibienexperten des NABU Landesverbandes wurde im Januar 2021 in Teilbereichen das alte Schilf (2 m³) abgeschnitten und entfernt, um wieder genügend Freiflächen im Teich zu erhalten.

Die Blätter und Halme des Schilfrohrs zersetzen sich schlecht und dies kann zur Verlandung des Tümpels führen.

 

Außerdem wurde eine umgestürzte Weide entfernt und eine zweite Weide als Kopfweide geschneitelt. So kommt wieder mehr Licht auf die Wasserfläche und es gelangt im Herbst weniger Laub in das Wasser. Das Schnittgut wurde zu einem neuen Totholzhaufen aufgeschichtet, um einen zusätzlichen Lebensraum bzw. Unterschlupfmöglichkeiten für Vögel und Amphibien zu schaffen. 

 

Der diesjährige Niederschlag hat endlich dazu geführt, dass der im Sommer trocken gefallene Teich sich wieder mit Wasser gefüllt hat. Wollen wir hoffen, dass im Frühling die Kröten, Frösche und Molche diesen Platz zum Laichen erfolgreich nutzen werden!

 

Aktuelle Informationen zur bevorstehenden Amphibienwanderung finden Sie auf der niedersächsischen Seite zum Thema hier.

 

Arbeiter mit Kettensäge steht im Teich und zerlegt die Weide
Zerlegen der umgestürzten Weide - Fotos: NABU/M. Borgolte

Arbeitseinsatz auf Altenhagener Schilffläche

Alu-Leiter an einer Erle mit einem neu aufgehängten Nistkasten darüber
Anbringen der Nisthilfen - Fotos: NABU/M. Borgolte

Auf dem neuerworbenen Grundstück in Altenhagen (Bertramgrundstücke) haben wir zum Jahreswechsel nach Vorgabe der unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover die Bäume auf der Schilfröhrichfläche zwischen dem Sedemünder Mühlbach und dem Schwarz-erlenwald parallel des Feldwegs / B 217 entfernt. 

 

Nach dem abgestimmten Maßnahmenplan wurden 15 große Erlen gefällt, und das Holz wurde per Hand in dem anliegenden Wald gezogen und als sog. Totholzhaufen aufge-schichtet. Diese Arbeiten müssen regelmäßig wiederholt werden, um der Sukzession vorzubeugen und dem Lebensraum „Schilfröhrich“ zu erhalten.   

 

In den anliegenden Waldflächen wurden noch Eulenhöhlen und Fledermauskästen aufgehängt - ein guter Start!

 

Wie immer danken wir allen Beteiligten und Helfern herzlich für ihren Einsatz.

Bilder vom Arbeitseinsatz - Fotos: NABU/M.Borgolte


Feuchtbiotop Gehlenbachwiese

Gemähte Fläche auf der Nasswiese
Gemähte Fläche auf der Nasswiese - Foto: NABU/M. Borgolte

Östlich des "Alten Gehlenbaches" hat der NABU Springe eine Teilfläche des umliegenden Grünlandes von der evangelischen Kirchengemeinde Eldagsen gepachtet und ausgezäunt. Dieses letzte Stück feuchte Senke stellt ein besonders geschütztes Biotop in Form einer sogenannten Nasswiese dar.

 

In nassen „Jahren“ ist die wasserführende Senke ein zeitweises Laichgewässer für Amphibien. Danach stellen Röhrich, Binsen, Seggen und verschiedene Hochstauden einen Lebensraum für viele Insekten und Vögel (Braunkehlchen, Schwarzkehlchen und Rohrammer) dar. Eine Seltenheit in der umliegenden ausgeräumten Kulturlandschaft!

 

Um einer Ruderalisierung vorzubeugen müssen diese Flächen regelmäßig gepflegt werden, denn die alten Stauden (Kohldistel, Brennnessel und Schilfrohr) haben sich zu einem dichten Filz entwickelt. Aus diesem Grunde wurde die Fläche von einem ortsansässigen Landwirt abgemäht und das Mähgut wurde mit der Hand zusammengeharkt und als Rottehaufen aufgeschichtet. So kann sich im Frühjahr die Vegetation wieder frei entwickeln.

 

Solch ein Biotop muss regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden. Zukünftig soll nach der Brutzeit die Fläche zur Beweidung geöffnet und danach abgemäht werden.  Der Nabu Springe fordert seit Jahren von der unteren Naturschutz- und Wasserbehörde, dass durch eine gerechte Wasseraufteilung und Durchlässigkeit am Verteilerbauwerk unterhalb der Holzmühle zwischen dem „Alten“ und den „Neuen Gehlenbach“ der weitgehend naturnahe „Alte Gehlenbach“ als Wasserspender für die Nasswiese erhalten und optimiert wird. Die Forderungen entsprechen den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

 

Wiese am Alten Gehlenbach
Weide am Alten Gehlenbach - Foto: NABU/M. Borgolte
Weide am Alten Gehlenbach 2
Weide am Alten Gehlenbach 2 - Foto: NABU/M. Borgolte

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Wisente im Wald - Foto: NABU/C. Heinrich
Wisente im Wald - Foto: NABU/C. Heinrich