Lokalnachrichten

Der Naturschutzbund NABU als deutschlandweit organisierter Verein veröffentlicht umfangreiche Informationen zu bestimmten Schwerpunktthemen, sowie Nachrichten für verschiedene Interessensgruppen. An dieser Stelle wollen wir diese nicht wiederholen, sondern über die Themen, Aktivitäten und Neuigkeiten berichten, die uns in Springe bewegen und beschäftigen. Viel Spaß beim Stöbern!

 

Ältere Nachrichten wandern ins Archiv, über die Historie des NABU und unsere lokale Vereinsgeschichte können Sie sich an anderer Stelle informieren.

Jubiläum - 40 Jahre NABU Springe e.V.

Festakt zum Gründungsjubiläum am 25.April 2019 im Ratskeller Eldagsen

Der NABU Springe hat zum 40-jährigen Gründungsjubiläum eingeladen, und rund 70 Gäste sind dieser Einladung gefolgt. Als Ehrengäste konnten wir den Landesvorsitzenden des NABU Niedersachsen. Herrn Holger Buschmann, die Ministerin für Ernährung Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Niedersachsen Frau Barbara Otte-Kinast, den Bürgermeister der Stadt Springe Herrn Christian Springfeld, die stellvertretenden  Regionspräsidentin Frau Petra Rudszuck und Vertreter der Fachgruppe Ornithologie "Karl Bartels" aus Waren begrüßen.

 

Nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende Frau Rita Nickel und den Grußworten der Ehrengäste spielte die 2. Klasse der Grundschule Hallermundt unter der Leitung ihrer Klassenlehrerin Frau Anke Schrötke ein Theaterstück auf. Anschließend hielt Michael Borgolte eine Rückschau über die 40 Jahre Naturschutzarbeit des NABU Springe e.V. und präsentierte anschließend eine detaillierte „Wunschliste“ an verschiedene Institutionen, wie Landwirt-schaftsministerium, Region Hannover, Stadt Springe, Realverbände, Landwirte, Wasserverbände, Forst sowie an alle Bürger und Gartenbesitzer, sich mehr für den Naturschutz einzusetzen.

 

Vor dem gemeinsamen Mittagsimbiss wurden mehrere Mitglieder geehrt. Besonders sind hierbei Rudi Krause, Wolfgang Brandt und Bernd Ockenfeld hervorzuheben, welche durch den Landesvorsitzenden Holger Buschmann zu Ehrenmitgliedern des NABU ernannt wurden.

 

Wir danken allen, die an der Gestaltung diese Feier mitgewirkt haben, besonders auch denjenigen, die uns zusätzlich finanziell unterstützt haben. Ohne diese Spenden wäre die Gestaltung dieser besonderen Feier nicht möglich gewesen.

 

Fr. Nickel auf einer kleinen Bühne mit einer Präsentation im Hintergrund
Rita Nickel, 1. Vorsitzende des NABU Springe eröffnet die Feierlichkeiten; Foto: NABU Springe

Die frisch gewählte neue Vorsitzende des NABU Springe, Frau Rita Nickel, eröffnet die Jubiläumsfeier und führt durch das Programm. Höhepunkt der Veranstaltung werden die Ehrungen der langjährigen Mitglieder, die sich über ganze Jahrzehnte um den Verein und den konkreten Naturschutz "vor der Haustür" verdient gemacht haben.

Hr. Buschmann auf einer kleinen Bühne mit einer Präsentation im Hintergrund
Grußwort von H. Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen; Foto: NABU Springe

Ein Ziel des NABU sei die Umstellung auf regenerative Energie, aber der Standort muss auch passen.
Fledermäuse, der Rotmilan oder der Mäusebussard dürfen nicht gefährdet werden...

Fr. Otte-Kinast spricht zu den Besuchern in ein Mikrofon
Grußwort von B. Otte-Kinast, Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Niedersachsen; Foto: NABU Springe

Frau Otte-Kinast warb dafür, dass Landwirte und Naturschützer besser zusammenarbeiten sollten.

Sie machte zusätzlich deutlich, dass immer mehr Landwirte Leistungen im Sinne des Naturschutzes erbringen.

Der Anteil der Landwirte die auf ökologischen Landbau umstellen stieg im letzten Jahr in Niedersachsen

um weitere 170 Betriebe an.

Hr. Springfeld spricht zu den Besuchern in ein Mikrofon
Grußwort von C. Springfeld, Bürgermeister der Stadt Springe; Foto: NABU Springe

Die Familie Springfeld ist dem NABU Springe beigetreten. So konnte der Mitgliederbestand um weitere 6 Naturschützer ansteigen. Wir sagen herzlich „Willkommen“. Des Weiteren versprach Herr Springfeld, sich dafür einzusetzen, dass der NABU Springe eine beratende Stelle im Umweltschutzausschuss erhält.

Hr. Kremp spricht zu den Besuchern in ein Mikrofon
Vortrag von K. Kremp aus Waren; Foto: NABU Springe

Klaus Klemp bedankte sich für den jahrelangen Kontakt mit dem NABU Springe und machte auf die Veränderungen der Landwirtschaft in Mecklenburg mit den immer größer werdenden Schlägen (bis 1000 Hektar) deutlich

und warnte vor dramatischen Folgen für die Natur.

Gruppenfoto der Ehrung
Gruppenfoto der Ehrung; Foto: NABU Springe

Ehrungen: Peter Heidrich, Barbara Heidrich, Karl Haverkamp, Ingried Lieberum, Ingo Willenbockel, Karl Friedrich Hahn, Ilsemarie Adler, Rudi Krause und Jürgen Basler.

 

Ganz links Rita Nickel (1. Vorsitzende),

rechts Holger Buschmann (NABU Landesverband) und Michael Borgolte (2. Vorsitzender)


Bei Familie Overesch sind Schwalben willkommen!

Rauchschwalbe in ihrem Nest unter der Stalldecke
Rauchschwalbe in ihrem Nest unter der Stalldecke; Foto: NABU/G. Wall

Mit dem Projekt „Schwalben willkommen“, will der NABU auf die Situation der Schwalben aufmerksam machen. Anlass für diese Initiativen gaben die schwindenden Schwalben-Bestände, verursacht zum Beispiel durch die mutwillige Zerstörung der Nester, Sanierungsmaßnahmen ohne vorgeschriebenen Gebäudebrüterschutz, durch die fortschreitende Versiegelung der Landschaft, die weitere Intensivierung der Landwirtschaft und den hohen Pestizideinsatz. Dadurch fehlt es Schwalben an Nestbaumaterial, geeigneten Nistplätzen und ausreichend Nahrungsquellen.

 

Der NABU Springe überreichte eine Schwalbenplakette an die Familie Overesch und würdigt damit das private Engagement für unsere beliebten Sommerboten.

 

Im Rahmen des Projekts informiert der NABU darüber, wie Schwalbenschutz funktionieren kann. Außerdem werden Naturfreunde gewürdigt, die sich für den Schwalbenschutz einsetzen. Zu den Bemühungen des NABU gehören der Erhalt naturnaher Lebensräume, Informationen über einfache Maßnahmen, zum Beispiel die Anlage von Lehmpfützen und die Anbringung von Kunstnestern und Kotbrettchen an geeigneten Standorten.

 

Ab Mitte April kommen die Schwalben aus Afrika zurück. Es herrscht bereits wieder reger Flugverkehr zum Nest, meist brüten sie zwei Mal erfolgreich, bis sie sich im Oktober sammeln, um gen Süden zu ziehen. An den Hausfassaden befinden sich die Nester der Mehlschwalbe, erkennbar an den weiß befiederten Beinen und den leuchtend weißen Bürzel. Die Rauchschwalbe, im Englischen heißt sie Stallschwalbe, brütet im Inneren von Gebäuden. Sie ist von anderen Schwalben durch die rotbraune Gesichtsmaske und die langen Schwanzspieße zu unterscheiden. In sandigen Steilufern brütet in Deutschland auch die Uferschwalbe. Sie ist die kleinste einheimische Schwalbe.

 

 

Schwalben sind eine wichtige und wertvolle Art unserer heimischen Kulturlandschaft und verdienen unseren besonderen Schutz“, so Mareile Oelllrich-Overesch anlässlich der Verleihung. „Ich freue mich immer, wenn ich im Sommer die Schwalben bei ihren akrobatische Flugmanövern beobachten kann."

 

Baumaterial für den Nestbau finden die Schwalben bei Familie Overesch auf der ausgetretenen Pferdekoppel. Dank der großen Weideflächen mit den vielen Pferden sind auch immer ausreichend Insekten vorhanden. Im letzten Jahr waren 38 Schwalbennester besetzt. Auch der Turmfalke konnte 3 Junge erfolgreich im angebrachten Schleiereulenkasten großziehen.

 

Weitere Informationen zum Schwalbenschutz und zur Bewerbung für die Plakette „Hier sind Schwalben willkommen“ auf der Aktionsseite unter NABU.de. Dort finden Sie auch den NABU-Leitfaden zum Schwalbenschutz als PDF-Download.

 

Gruppenfoto mit Urkunde und Plakette in der Hand
Philipp, Mareile, Georg und Bernds Overesch, Michael Borgolte; Foto: NABU/G. Wall

Frühwanderung am Ziegeunerwäldchen

Am Muttertag, 12.05.2019 um 4:30 Uhr, trafen sich acht Frühaufsteher zum morgendlichen ornithologischen Spaziergang an der Hallerbrücke zwischen Gestorf und Eldagsen.

 

Thomas Maschke führte die Gruppe entlang des Ziegeunerwäldchen und hatte so einiges zu berichten. Er machte den Besuchern den Wert des 65 Hektar großen Schutzgebietes entlang der Haller gegenüber den monotonen, intensiv genutzten Ackerflächen deutlich. So konnten in den letzten Jahren über 140 verschiedene Vogelarten nachgewiesen werden. Allein in den letzten Wochen wurden dort drei Wendehälse verhört und ein Bienenfresser gesichtet.

 

Bei der heutigen Tour ging es aber recht bescheiden zu. Aufgrund der Trockenheit fehlte das Wasser auf den Polderflächen. Gänse, Enten oder Watvögel konnten nicht festgestellt werden.  Daher mussten wir uns mit 25 gesichteten Vogelarten zufriedengeben. In den letzten Jahren wurden bei den vergleichbaren Frühtouren ca. 45 Arten festgestellt.


Gewässeruntersuchung am Gehlenbach

Eine Gruppe von Personen beugt sich über einen Bachlauf.
D. Salzwedel (sitzend, ALG), J. Basler (NABU), Bürgermeister C. Springfeld mit Kindern, D. Schmidt (ALG); Foto: NABU/M. Borgolte

Dirk Schmidt und Detlef Salzwedel von der Arbeits-gemeinschaft Limnologie und Gewässerschutz e.V. (ALG) unter-suchten am 11.05.2019 den Gehlenbach im Bereich der Brücke Holzmühle am kleinen Deister.

 

Anhand makroskopischer Indikatorenorganismen wurde die Wassergüte des Gewässers beurteilt. Dazu werden mithilfe eines normalen Küchensiebes die Tiere aus dem kühlen Bach gefangen, bestimmt und an-schließend wieder unversehrt in Freiheit entlassen.

 

 

Gefangen wurden Strudelwürmer, Schnecken, Krebstiere, Eintagsfliegenlarven, Steinfliegenlarven und Köcherfliegenlarven. Die Auswertung ergab die Gewässergüteklasse I bis II. Der Gewässerverlauf wird als naturnah eingestuft.

 

Ein großes Problem des Gehlenbaches stellt das Abschlagsbauwerk unterhalb der Holzmühle dar. Die Wasseraufteilung zwischen dem „Alten Gehlenbach“ und dem seit 1841 erstellten „Neuen Gehlenbach“ funktioniert praktisch nicht. Dieses Wasserbauwerk verhindert neben anderen Bauwerken außerdem noch die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers von der Leine über die Haller bis zur Quellregion.  Hier besteht dringender Handlungsbedarf, diese Störstellen zu beseitigen.

 

Es folgen die Bildbeschreibungen für die Diashow:

  • Bild 1: Steinfliegenlarve (mit zwei Schwanzfäden), Eintagsfliegenlarve und Krebse;
  • Bild 2: Hier. Aufteilungsstelle „Alter“- „Neuer Gehlenbach“
  • Bild 3: Der „Alte Gehlenbach“ liegt bereits trocken. Eine gerechte Wasseraufteilung funktioniert hier nicht.
  • Bild 4: „Alter Gehlenbach“ Sohlabsturz Landstraße L 442 unterhalb des Abschlagsbauwerkes
  • Bild 5: „Neuer Gehlenbach“.  Dieser Absturz stellt ein unüberwindliches Hindernis für Fische und Kleinlebewesen dar.

Fotos: NABU / M. Borgolte

  


Stunde der Gartenvögel von 10. bis 12. Mai 2019

An diesem Wochenende findet zum 15. Mal die Stunde der Gartenvögel statt. Ab Mittwoch führt Sie die Kopfzeile der Internetseite und der orangene "Mitmach-Link" direkt zur Aktionsseite mit allen Informationen rund um die Zählung.

 

Neue Broschüre: Ergebnisse aus 15 Jahren Zählaktionen

Ganz neu erschienen ist unsere Broschüre „15 Jahre Vogelzählung und Citizen Science im NABU“. Darin werden die Ergebnisse der „Stunde der Gartenvögel“  und der „Stunde der Wintervögel“ zusammengefasst und spannende Erkenntnisse vorgestellt. Die Broschüre kann kostenlos im NABU-Shop bestellt oder auf NABU.de heruntergeladen werden. 


Ein neuer Schleiereulenkasten für den Kirchturm der St. Andreas Kirche in Springe

Großaufnahme eines Gesichts einer Schleiereule
Schleiereule - Foto: NABU/I. Ludwichowski

 

Die Schleiereule brütet als Kulturfolger gern in Scheunen und Kirchtürmen. Aus diesem Grunde haben wir, mit freundlicher Genehmigung des Herrn Pastor Klaus Fröhlich, im Kirchturm der St. Andreas Kirche einen Schleiereulenkasten aufgebaut.

 

Karl Haverkamp hat den ca. 1,00 m langen Kasten in seiner Werkstatt vorgefertigt. Michael Borgolte und Jürgen Basler haben diesen den Turm hinaufgetragen und vor einer vorhandenen Öffnung montiert. Nun hoffen wir, dass sich dort die Schleiereulen einfinden werden.

 

Die St. Andreas Kirche wurde vor Jahren mit der NABU Auszeichnung „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet. Der Turmfalke brütet dort regelmäßig, auch hat sich eine Kolonie Dohlen im Kirchturm angesiedelt.

Zwei Männer in Arbeitskleidung stehen an einem großen Holzkasten an der Mauer
J. Basler u. M. Borgolte mit dem Schleiereulenkasten - Foto: Küsterin S. Schmidt
Gebälk mit großem Nest aus Ästen in der Ecke
Brutnester der Dohlen im Kirchturm - Foto: Küsterin S. Schmidt

Neues von der Streuobstwiese Alvesrode

Begrenzungszaun, dahinter das Erdloch und daneben ein Sandhaufen mit Schaufel
Sandfläche für Wildbienen im Bau - Foto: NABU/M. Borgolte

„Baut ihr da einen Krötenteich?“

 

Nein, wir schaffen einen Lebensraum für Wildbienen. Nahezu 75 % der nestbauenden Bienen nisten in Erdboden, offenen vegetationsfreien oder schütter bewachsenen Boden. Der Oberboden wurde von Jürgen Basler und Michael Borgolte auf ca. 30 cm ausgehoben und seitlich gelagert (siehe oberes Bild). Das Loch wurde anschließend mit 2 m³ Sand aufgefüllt.

Begrenzungszaun vom Grundstück, davor eine Fläche mit Sand und Erdwall darum
Sandfläche für Wildbienen - Foto: NABU/M. Borgolte

Das Loch wurde anschließend mit zwei Kubikmetern Sand aufgefüllt, das Ergebnis ist auf dem zweiten Bild zu sehen.

Die Sandbienen bauen im Frühling wie ein Bergmann Gänge in den Boden. In diesen Gängen werden Kammern für die Bienenlarven angelegt. Die solitären Bienen tragen Pollen vermischt mit Nektar ein. Auf diesen legt die Biene ein Ei und schließt die Kammer mit einer Wand zu. Ist das Nest fertig, wird der Nesteingang mit Mörtel aus Erde und Spucke verschlossen. Das Leben der Sandbiene ist damit zu Ende. Die Brut wird ausschließlich von dem Weibchen betreut. Die Männchen leben nur für die kurze Zeit des Hochzeitsfluges.

 

Nach einigen Tagen schlüpfen die Larven sie fressen den Nahrungsvorrat auf und verwandeln sich in eine fertige Wildbiene. Ein Jahr später, im nächsten Frühling beißen sich die jungen Wildbienen durch die Wände ihrer Kammer und krabbeln aus dem Nest. Zuerst die Männchen, Tage später die Weibchen.

Zeichnung eines Wildbienenbaus mit horizontalen Gängen unter der Erde
Skizze: Naturschutz Wildbienen/Martin Klatt

Nun können die Wildbienen „einziehen“!


Frühlingsgefühle bei den Wildbienen

Passend zu unserer Aktion zum Schutze der Wildbienen (siehe oben) haben wir hier noch ein paar sehr romantische aktuelle Fotos, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

 

Hier handelt sich um die Frühlings-Seidenbiene (Colletes cunicularius). Der dichte "Bart" und die buschige Behaarung (frontal gesehen) sind bei den Männchen gute Erkennungsmerkmale! Die Nester werden bevorzugt auf waagerechten Flächen im lockeren Sandboden, häufig in großen Kolonien angelegt. Pollen und Nektar werden bevorzugt von Weiden (Salix) gesammelt. Die Überwinterung findet als bereits fertig entwickeltes Insekt innerhalb der Brutzelle statt.

 

Fotoreihe: NABU/M. Borgolte


Hände weg von „hilfslosen“ Jungvögeln!

Amselküken auf Steinmauer
Amselküken - Foto: NABU/W. Wimmer

Jedes Jahr zur Brutzeit häufen sich die Fundmeldungen über scheinbar hilflose Jungvögel und anderer Tierkinder, die aus dem Nest gefallen sind. Man sollte kein falsches Mitleid haben, und die Tiere auf keinem Fall gleich mitnehmen, sondern sie an Ort und Stelle belassen.

 

Der Schein trügt häufig, denn die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet ist. Meist handelt es sich nicht um Waisen, sondern um fast flugfähige Jungvögel mit relativ vollständigem Gefieder, die durch Bettelrufe noch mit ihren Eltern in Verbindung stehen. Sobald der Mensch sich entfernt, können sich die Eltern wieder um ihre Kinder kümmern.

 

Wildtiere sind von Natur aus vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Dies gilt ganz besonders für Jungtiere, die die Nahrungsgrundlage anderer Tiere sind. Oft kommen sie aber auch durch Unerfahrenheit zu Schaden. In der Natur erreichen beispielsweise zumeist weniger als jeder Fünfte der jungen Sperlingsvögel eines Jahrgangs die Geschlechtsreife. Derartige Verluste werden dadurch ausgeglichen, dass die meisten Kleinvögel mehrmals im Jahr brüten. Daher macht es zur Bestandserhaltung keinen Sinn, aufgefundene Jungvögel aufwändig von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang artgerecht durch Menschenhand aufzupäppeln.  Und schließlich: Wie soll sich ein Jungvogel, anschließend wieder in freier Natur zurechtfinden?

 

Darüber hinaus ist es nach dem Naturschutzgesetz gar nicht erlaubt, Singvögel mit nach Hause zu nehmen.

 

Wünschen wir den kleinen Jungvögeln einfach genug Kraft, Gesundheit und ein klein wenig Glück in der schwierigen Zeit.


Problem Katzen und Singvögel

Katze auf Rasenfläche
Hauskatze - Foto: NABU/H. May

Bis vor einigen Jahrzehnten wurden überzählige Katzen nicht nur in der Feldflur, sondern auch in Hausgärten mit Kleinkalibergewehren abgeschossen, oder in Fallen gefangen und dann oft getötet. Dabei wurde vielen Katzen großes Leid zugefügt, ohne dies Problem der großen Katzenvermehrung zu lösen. Kastration und Kennzeichnung, die Einführung einer sog Katzensteuer könnten, sofern sie flächen-deckend durchgeführt werden, die Katzenüberpopulation erheblich eindämmen.

 

Ein großes Problem für die Vögel in unseren Gärten stellt die verwilderte Hauskatze, der sog Freigänger dar. Sie sind oft gezwungen ihren Nahrungsbedarf, außer über menschliche Abfälle komplett durch die Jagd auf Kleintiere zu decken. Manch ein hochgradig geschützter Vogel, Reptil oder Insekt werden von den Katzen, oft auch aus Langeweile geholt. Wenn es gelänge, die Bestände verwilderter Hauskatzen zu reduzieren, wäre das Problem sicherlich auf ein erträgliches Maß verringert.

 

Lassen Sie ihre Katze vor allem in den Monaten April und Mai am besten nicht aus dem Haus oder zumindest nicht unbeaufsichtigt ins Freie. Höchst sinnvoll wäre es, die Ausstattung von Katzen mit Glöckchen, elektronischen Piepsern oder farbigen Halsbändern, welche die Katzen für Vögel und andere Tiere besser sichtbar machen, vorzuschreiben.


April: NABU und Lebenshilfe Springe pflanzen insektenfreundliche Sträucher im Bennigsener Freibad

Gruppenfoto auf einer Wiese
Gruppenfoto: NABU/C. Albert

Zusammen mit der GALA, der Arbeitsgruppe Garten und Landschaftsbau der Springer Lebenshilfe e.V., haben Mitglieder des NABU Springe e.V. im Bennigsener Freibad fünfzig insektenfreundliche Blühsträucher und Büsche gepflanzt. Durch den Aushub vom nahe gelegenen Regenrückhaltebecken war an der Westseite der großen Liegewiese im Freibad ein ca. 50 Meter langer, drei Meter breiter und etwa zwei Meter hoher Erdwall entstanden. Eine ideale Möglichkeit, hier den kahlen Wall mit blühfreudigen Büschen und Sträuchern zu verschönern. Dies meinte auch die Geschäftsführerin des Freibades, Frau Martina Riemer, die über den Bennigsener Ortsrat von der NABU-Aktion „Springe blüht auf!“ erfuhr und sich spontan mit der Bepflanzung einverstanden zeigte.

 

So wurden an einem Vormittag jeweils zehn Traubenkirschen, Schwarzdorn, Heckenrosen, Holunder und Gemeine Schneebälle in die feuchte Erde gebracht. Die Zusammenstellung der Pflanzen wurde so gewählt, dass einerseits im Jahresverlauf zeitlich versetzt stets einige Sträucher blühen, die andererseits später auch noch Vogelnahrung (Beeren) bereitstellen. Speziell im Schwarz-dorn können geschützte Vogelnester gebaut werden.

 

Nach gut zwei Stunden war der gemeinsame Arbeitseinsatz zu Ende. Die NABU-Aktiven Wilfried Pilz und Christian Albert freuten sich gemeinsam mit der Betreuerin Anina Opitz von der Lebenshilfe und ihren drei tüchtigen Mitgliedern der GALA, sowie der Freibadgeschäftsführerin, Frau Riemer, über das Pflanzergebnis. Bleibt zu hoffen, dass die Neuanpflanzungen dem Namen der Aktion „Springe blüht auf!“ alle Ehre machen.

 

Gleich nach Ostern, vor Eröffnung des Freibades, wird zudem noch ein Blühstreifen mit Wildblumen am südlichen Rand der Liegewiese angelegt. Auch hier ist der NABU Springe maßgeblich beteiligt.   


Springe blüht auf! - Aktionen im März 2019

Die neue Gartensaison steht vor der Tür. Passend dazu startet die Aktion "Wir bringen unsere Stadt zum Blühen".

 

Jeweils freitags am 8., 15., 22. und 29. März 2019 haben wir von 10-12 Uhr einen Infostand auf dem Springer Wochenmarkt (gegenüber Christoffer Sanitär + Heizung GmbH) und verteilen die "Springer Blühmischung"!

 

Am 15. März 2019 findet ein Sonderstammtisch zu diesem Thema um 18 Uhr im Museum auf dem Burghof statt.

 

Holen Sie sich Ihre Saattüte, bringen Sie die Samen in die Erde und warten Sie auf das Ergebnis. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Aktionsseite.

Saattüte mit Mohn und Kornblumen vor blauem Himmel darauf
Saattüte "Springe blüht auf!" - Grafik: NABU/S. Kirsch

Arbeitseinsatz an der Streuobstwiese Mühlenbrink

Gruppenbild am Pickup-Truck, ein Acker im Hintergrund
Arbeitseinsatz für den NABU, v.l.n.r. F. Kewel, J. Basler, M. Jung - Foto: NABU/M. Borgolte

Zum zweiten Arbeitseinsatz 2019 trafen sich vier Mitglieder des NABU Springe e.V. am Samstag, den 16.02, bei strahlendem Wetter an der Streuobstwiese Mühlenbrink.

 

Einige der 2013 gepflanzten Bäume hatten im letzten Jahr "zu viel getragen“. Diverse abgeknickte Äste mussten zurückgeschnitten werden. Insgesamt macht die Streuobstwiese aber einen vitalen Eindruck.

 

Den Helfern ein herzliches Dankeschön!


Heckenpflege am Ziegeunerwäldchen am 09.02.2019

Gruppenbild am Grill im Freien bei kaltem Wetter
Abschluss der Heckenpflegeaktion - Foto: NABU/I. Willenbockel

Leider musste aufgrund der widrigen Witterungs-verhältnisse der geplante Arbeitseinsatz am 26.01. ausfallen. Im zweiten Anlauf trafen wir uns am Samstag, den 9.02 um 9:00 Uhr zur Heckenpflege östlich des Ziegeunerwäldchens. Trotz einiger kurzer Regenschauer hatten wir an diesem Wochenende Glück mit dem Wetter und konnten so die geplanten Arbeiten durchführen.

 

Es wurden einige schattenwerfende Bäume gefällt und Teile der Hecke zurückgeschnitten. Allen Helfern ein herzliches Dankeschön. Traditionell feuerte Rudi Krause den Grill an, und konnte die vielen Helfer zum Abschluss mit heißen Bratwürstchen erfreuen.


Einladung zur Exkursion vom 26.-28.04.2019 ins Harlingerland

Ein Luftbild des Woldenhofes, im Zentrum ist eine historische Mühle zu sehen.
Der NABU Woldenhof - Foto: NABU/Woldenhof

Von Katherina Meier

Springe, 14.01.2019

 

Vom 26. bis 28. April 2019 veranstaltet der NABU Springe e.V. eine Exkursion ins Harlingerland. Geplant ist unter anderem ein Besuch der Seehundstation in Norddeich, des NABU Woldenhofes sowie der Harlebucht.

 

Willkommen sind sowohl Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder. Details können Sie der PDF-Datei entnehmen. Wir freuen uns auf Sie.

Download
Flyer zur Exkursion
Beschreibung der Reise, Anmeldeformalitäten, Kontaktdaten etc.
2019-01_Exkursion-Harlingerland-Flyer.pd
Adobe Acrobat Dokument 275.5 KB

Wespen und Hornissen im Garten und am Haus - Was tun?

Von Babsi & Peter Heidrich

Springe, 06.08.2018 

 

Immer wieder treten Fragen zu Wespen- und Hornissennestern auf. Was kann/soll/darf ich tun? 

 

Stellen Sie Ihre Fragen unseren drei Ansprechpartnern: 

  • Herr Rittberg, Tel. (0511) - 616 226 18
  • Herr Udo Selent, Tel. (05045) - 961 849
  • Herr Joachim Brendel, Tel. (05041) 6 12 13

Unser Mitglied Joachim Brendel bestätigt, dass er - wie seit vielen Jahren - weiterhin zur Beratung zur Verfügung steht. Er kann aber aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr auf eine Leiter klettern. 

 

Hoffen wir, dass die wenigen verbliebenen Insekten niemandem Schaden zufügen und Mensch und Tier noch  einen schönen Sommer verleben. 

 

Weitere Infos zu Wespen und Hornissen entnehmen Sie bitte den rechts stehenden Links.

Hornissen fressen an Apfel - Foto: NABU/H. May
Hornissen fressen an Apfel - Foto: NABU/H. May

Weiterführende Links

  • Kein Grund zur Panik: Hornissen und Wespen sind friedlicher als allgemein gedacht: NABU
  • Wespen - Kein Grund zur Panik: NABU gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei Wespenbesuch: NABU
  • Wespen und Hornissen im Garten und am Haus - Was tun? BUND Region Hannover
  • Die Wespe – ein zu Unrecht verurteiltes Insekt: Fragen und Antworten: NABU
  •  Allgemeine Information zu Wespen und Hornissen: NABU


Wir bringen unsere Stadt zum Blühen!

Von Christian Albert

Springe, 26.07.2018 

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

unter dem obigen Motto laden Sie der NABU Springe e.V. und das Niedersächsische Forstamt Saupark herzlich zu einer Informationsveranstaltung am Samstag, den 25. August 2018 im Jagdschloß Springe (Marstall) ein. Beginn 9.30 Uhr. 

 

Der drastische Rückgang unserer Insekten hat inzwischen katastrophale Ausmaße erreicht. Damit fehlen nicht nur die Nahrungsquellen für viele weitere Tierarten z.B. bei den Brutvogelarten, sondern auch die Bestäubung und der Fortbestand vieler Pflanzenarten sind rückläufig bzw. extrem gefährdet. Und damit auch unsere Nahrungs-quellen! Die Ursachen sind vielfältig, u.a. fehlen immer mehr Flächen mit insektenfreundlichen Blühpflanzen. Grund genug etwas zu tun, um das Nahrungsangebot für die sechsbeinigen Bestäuber und Pollenlieferanten spürbar zu verbessern. In einem ersten Schritt möchten wir die Springer Bevölkerung, einschließlich aller Garten-und Balkonbesitzer in den Ortsteilen, dafür gewinnen, mit unserer Unterstützung mehr Blühflächen anzulegen. Es gilt klein anzufangen, jeder Quadratmeter zählt! 

 

Wir freuen uns auf Sie! 

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Christian-Boele-Keimer, Forstamtsleiter 

Dr.Ingo Willenbockel, 1. Vorsitzender NABU Springe e.V. 

 

 

Die Teilnahmegebühr beträgt 15,- € inkl. Mittagsimbiss und Getränke, die bitte vor Ort zu Beginn der Veranstaltung entrichtet wird. 

 

Die Veranstaltung ist aus organisatorischen Gründen auf 120 Teilnehmer begrenzt. Bitte melden Sie sich deshalb bis zum 11. August beim Niedersächsischen Forstamt an. 

 

Telefon: (0 50 41) 94 68-0

Email: poststelle(at)nfa-saupark.niedersachsen.de

Nds. Landesforsten im Internet

 

Glockenlumen - Foto: NABU/E. Neuling
Glockenlumen - Foto: NABU/E. Neuling

Das Programm 

 

09:30 Uhr

Begrüßung durch Christian Boele-Keimer (Niedersächsisches Forstamt), Dr. Ingo Willenbockel (NABU Springe e.V.) und Christian Springfeld (Bürgermeister der Stadt Springe)

09:45 Uhr 

Vortrag: Insektensterben- Bedeutung von Blühpflanzen für Insekten (Prof. Dr. Ahlert Schmidt, Springe)

10:20 Uhr

Vortrag: Rückgang der Blühpflanzen auf Äckern und Wiesen (Frau Gisela Wicke, Dipl.-Biologin, NABU Gehrden)

10:55 Uhr

Kaffeepause

11:20 Uhr

Vortrag: Insektenvielfalt im Wald (Heiko Brede, Niedersächsisches Forstamt Oldendorf)

11:55 Uhr

Vortrag: Wie gestalte ich meinen Garten insektenfreundlich? (Bernhard Jaesch, Gartengestaltung & Imkerei)

12.30 Uhr bis 13.30 Uhr 

Mittagsimbiss

 

Anschließend Exkursionen/Kleine Spaziergänge zur Besichtigung von

  • Blühstreifen auf Ackerflächen
  • Anlegen einer kleinen Blühfläche
  • Lebensraum Waldwiese

 

15:30 Uhr

Abschlusskaffee



Mitmachaktion "Insektensommer" Teil II vom 03.-12. August 2018

Von Christian Albert

 

Springe, 26.07.2018 

 

"Zählen, was zählt"

 

Unter diesem Motto ruft der NABU bundesweit zu einer neuen Mitmachaktion auf. 

 

Beim „Insektensommer“ gilt es, möglichst viele der kleinen „Sechsbeiner“ zu entdecken und zu notieren. Die Grundidee ist einfach:  Interessierte Laien gehen raus in die Natur und machen im Umkreis von ca. 10m Inventur, d.h. sie schauen, was da kreucht und fleucht und notieren, was sie erkennen. Jeder so gut, wie er kann! 

 

Die Vielfalt ist so groß, dass selbst Experten von den 33.000 heimischen Insektenarten bestenfalls nur eine Artengruppe überblicken.  Vielfalt überschaubar machen lautet deshalb die Devise. Um herauszufinden, welche Insekten fehlen, bekommen jeweils acht Arten die besondere Aufmerk-samkeit, nach denen die Teilnehmer besonders schauen sollten.

 

Teil I der Aktion ist bereits Anfang Juni gelaufen, Teil II folgt im August.  

 

 

Mitmachen beim NABU Springe e.V.

Die Aktion ist die passende Gelegenheit, unsere Fluginsekten wie Wildbienen, Schmettelinge, Hummeln und Co. einmal gezielt kennenzulernen! Wir beobachten gemeinsam in einem kleinen Umfeld alles, was kreucht und fleucht und melden die Beobachtungen an die NABU Zentrale. Mit Becherlupen und diversen „Steckbriefen“ mit Bild, sollte es gelingen ,einige interessante Beobachtungen zu machen.

 

Hintergrund der Aktion: Die gemeldeten Daten geben Aufschluss darüber, wie es um die Artenvielfalt und die Größenordnung unsres Insektenvorkommens in unserem Land bestellt ist. Insbesondere für Schulklassen, Projektgruppen etc. dürfte es interessant sein, sich dem Thema anzunehmen. Selbstverständlich sind auch naturinteressierte Einzelpersonen eingeladen, an dieser bundesweiten Aktion mitzuwirken, bei der für die „Insektenmelder“ mit etwas Glück auch noch attraktive Preise zu gewinnen sind. 

 

Wenn Sie den Wunsch haben, mit einer Gruppe die Beobachtungsaktion mit Beteiligung des NABU Springe e.V. durchzuführen, dann wenden Sie sich an unser NABU-Mitglied Christian Albert.

 

Christian Albert

Telefon: (0 50 45) 96 12 22

 

Email: albert.c(at)t-online.de

Insektensommer - Foto: NABU/E. Neuling
Insektensommer - Foto: NABU/E. Neuling

Die acht Arten im Juni waren:

  1. Tagpfauenauge
  2. Admiral
  3. Asiatischer Marienkäfer
  4. Hainschwebfliege
  5. Steinhummel
  6. Lederwanze
  7. Blutzikade
  8. Gemeine Florfliege

Die acht Arten im August sind:

  1. Ackerhummel
  2. Blaue Holzbiene
  3. Blaugrüne Mosaikjungfer
  4. Großes Heupferd
  5. Kleiner Fuchs
  6. Schwalbenschwanz
  7. Siebenpunkt Marienkäfer
  8. Streifenwanze

 

Weitere Infos zur Aktion, Porträts der häufigsten Arten, Beobachtungstipps und das Meldeformular gibt es unter: www.Insektensommer.de 

 

Als kleinen und nützlichen digitalen Helfer gibt es die NABU-App „Insektenwelt“ für Android und iOS.



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Wisente im Wald - Foto: NABU/C. Heinrich
Wisente im Wald - Foto: NABU/C. Heinrich