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"Ein König sucht sein Reich"

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NABU Springe Aktuelles

Leserbrief Massentierhaltung in der Region Hannover

Von Dr. Ingo Willenbockel

Bennigsen, den 10. Juni 2010
Nun hat die Massentierhaltung also auch unsere bisher weitgehend ackerbaulich geprägte Region erreicht. Der Widerstand gegen diese – vergleichsweise kleinen - Anlagen ist groß. Auch die Nabu Ortsgruppe Springe wurde von verschiedenen Seiten angesprochen. Wir haben diese Menschen miteinander vernetzt und den Kontakt zu unserer benachbarten Nabu-Ortsgruppe in Wennigsen hergestellt (Email-Adresse: nabu-wennigsen(at)arcor.de).
Sie hat sich dieses Themas intensiv angenommen. Darüber hinaus sind seitens der Nabu Ortsgruppe Springe keine Aktivitäten geplant. Wir möchten unsere Zurückhaltung gern erläutern. Der Nabu Springe war und ist immer bemüht – um ein bekanntes Zitat zu verwenden - „Naturschutz mit und nicht gegen die beteiligten Menschen zu machen“. Aus unserer Sicht einer der Gründe für unsere bisher recht erfolgreiche Arbeit. Die negativen ökologischen Begleiterscheinungen der Massentierhaltung sind sattsam bekannt und müssen nicht zum wiederholten Male im Einzelnen dargestellt werden. Solange wir Verbraucher unser Verhalten (billig - billiger - noch billiger) nicht ändern, kann man einem Landwirt nicht vorwerfen, dass er versucht entsprechend der gegebenen Randbedingungen sein Einkommen zu sichern. Letztendlich ist es nur konsequent, dass die Tierproduktion und die Schlachtung in die Verdichtungsräume, wie die Region Hannover kommen. Sie kommen zum Kunden. Die Frage ob diese Art des Umgangs mit Lebewesen den ansonsten so hohen ethischen Ansprüchen unserer Gesellschaft gerecht wird, muss jeder mit sich selbst abmachen. Kurz hingewiesen werden soll hier zumindest auf das häufig unterschätzte Risiko für Mensch und Umwelt durch den exzessiven Einsatz von Antibiotika und anderen Medikamenten in der Massentierhaltung als wachstumsfördernde Mittel und zur Seuchenprophylaxe. Diese Mittel gelangen über die Ausscheidungen der Tiere indirekt und über den Fleischkonsum direkt auch zum Menschen. Die Folgen sind unabsehbar, schon heute steigt die Zahl der unwirksamen Antibiotika und damit die Zahl der Menschen die an Infektionen sterben. Das Thema lässt sich unserer Meinung nach jedoch nicht über einzelne Betriebe lösen. Die Massentierhaltung weitet sich aus, weil der Verbraucher viel und billiges Fleisch fordert, genauso wie er billige Milchprodukte und billiges Brot bevorzugt. Bei den entsprechend niedrigen Erzeugerpreisen ist ein auskömmliches Einkommen nur über die entsprechende Menge möglich. Bei Kleidung spricht man im vergleichbaren Fall von Ramsch. Hier handelt sich immer hin um Lebensmittel, um Dinge also die sehr viel wichtiger sind für die menschliche Existenz als z. B. schicke Kleidung. Nachhaltige Landwirtschaft, bei der hochwertige Lebensmittel erzeugt werden, benötigt Kunden, die bereit und in der Lage sind die hierfür erforderlichen höheren Preise zu zahlen. Wäre der Kreis solcher Kunden größer, gäbe es sicherlich weit mehr Betriebe, die weniger ausbeuterisch mit dem ihnen anvertrauten Gut, egal ob Boden, Pflanze oder Tier umgehen.
Die Idee der Massentierhaltung entwickelte sich in der durch ertragsarme Böden und hohes Bevölkerungswachstum geprägten Region Südoldenburg. Die weitgehend besitzlosen Heuerlinge begannen im 19. Jhdt. als erste, Schweine mit zugekauftem Futter zu mästen und über Viehagenturen in das Ruhrgebiet – das deutsche „Silicon Valley“ der Industriellen Revolution - zu verkaufen und so ihren Familien erstmals ein auskömmliches Einkommen zu sichern. Der zusätzlich anfallende Mist war damals noch wertvoller Dünger und ermöglichte den Anbau anspruchsvoller Pflanzen wie Weizen. Schon um 1900 gab es Betriebe mit 1000 Mastschweinen. Zu einer Agrarindustrie aber entwickelte sich das Ganze nach dem zweiten Weltkrieg. Jetzt erstreckte sich die flächenunabhängige Tierhaltung auch auf Legehennen und zunehmend auf Mastgeflügel. Diese Industrialisierung wurde bis in die Mitte der 70er Jahre steuerlich gefördert. Es entwickelte sich, nicht nur in Niedersachsen, eine immer intensiver vernetzte Industrie aus Tierzucht, Futtermittelproduktion, Tierhaltung und Abfallverwertung. Denn Gülle und Trockenkot stellen längst keinen dringend benötigten Dünger mehr dar. Der niedersächsische Gülleerlaß von 1983 konnte die Überfrachtung der Böden mit Nähr- und Schadstoffen zwar einschränken, aber letztlich ist es in den Gebieten mit intensiver Massentierhaltung nur eine Frage der Zeit, bis das natürliche Pufferpotenzial der Böden aufgebraucht und das Grundwasser überschwemmt wird mit den Inhaltsstoffen von Gülle und Kot.

 

Ferienpassaktionen - Für alle interessierten Kinder

Von Karen Körtge und Dr. Gisela Scharsack

Springe, 11.06.2010

Datum Zeit Thema Ort
Freitag, 25.06.2010 21:15 - ??:?? Uhr Den Fledermäusen auf der Spur, mit gründlicher Einführung von C. Passior Haupteingang Volkspark in Springe
Montag, 28.06.2010 16:00 - 17:30 Uhr Was lebt im Bach Bennigsen, Parkplatz Prinzenaue
Freitag, 02.07.2010 21:45 - ??:?? Uhr Den Fledermäusen auf der Spur, mit Rudi Krause und Gisela Scharsack Haupteingang Volkspark in Springe
Freitag, 09.07.2010 21:15 - ??:?? Uhr Den Fledermäusen auf der Spur, mit gründlicher Einführung von C. Passior Haupteingang Volkspark in Springe
Montag, 12.07.2010 16:00 - ??:?? Uhr Sachensucher im Süllberg Bennigsen, ab Ende der Süllbergstraße
Freitag, 16.07.2010 21:30 - ??:?? Uhr Den Fledermäusen auf der Spur, mit Rudi Krause und Gisela Scharsack Haupteingang Volkspark in Springe
Freitag, 23.07.2010 21:15 - ??:?? Uhr Den Fledermäusen auf der Spur, mit Rudi Krause und Gisela Scharsack Haupteingang Volkspark in Springe
Montag, 26.07.2010 10:00 - ??:?? Uhr Naturrallye durch den Deister Springe, Parkplatz am Lutherheim (zu Fuß) und Bennigsen, ab Freibad (Fahrrad)
Donnerstag, 29.07.2010 10:00 - ??:?? Uhr Wanderung mit Nistkastenkontrolle Springe, ab Bahnschranke Jägerallee
Freitag, 30.07.2010 20:45 - ??:?? Uhr Den Fledermäusen auf der Spur, mit gründlicher Einführung von C. Passior Haupteingang Volkspark in Springe


Kontakt:

Dr. Gisela Scharsack
Tel. 05045-6603

Karen Körtge
Email: karen.koertge(at)gmx.de



 

Neue Ausstellung zum Müritz - Nationalpark

Von Rudolf Krause

Springe, 10.06.2010
Zu einem Kurzbesuch reiste der neu gewählte 1. Vorsitzende des NABU Springe, Dr. Ingo Willenbockel und sein Stellvertreter, Rudolf Krause am 14. Mai 2010 in unsere Patenstadt Waren (Müritz) in Mecklenburg-Vorpommern. Anlass war die Einladung des Fördervereins Müritz-Nationalpark e.V. - dessen Mitglied der NABU Springe ist - zur Eröffnung einer völlig neu und modern gestalteten Ausstellung zum Müritz-Nationalpark im Haus des Gastes am Markt in Waren (Müritz). Die Ausstellung informiert mit Schaubildern, Displays, einem lebensgroßen, sprechenden Nationalpark-Ranger und mit diversen Infoschriften über die vielfältigen Möglichkeiten zum Naturerleben im Nationalpark. Sie soll den Besuchern eine Orientierungshilfe sein, um sich in dem riesigen, 322 km² großen Landschaftsraum mit seinen über 100 Seen, die größer als 1 ha sind - besonders auch bei Kurzbesuchen - leichter zurecht zu finden.

Nebenher bot sich die Gelegenheit zum Treffen alter Freunde, mit denen der NABU Springe bereits seit Ende 1989 engen Kontakt und naturschutzfachlichen Austausch - auch im Sinne der Städtepartnerschaft Springe - Waren - pflegt. So waren neben Warens Bürgermeister Günter Rhein, der Leiter des Müritz-Nationalparks, Ulrich Meßner, der Vorsitzende des Fördervereins Müritz-Nationalpark, Albrecht von Kessel, der Betreiber des Nationalpark - Service in Federow, Axel Schulz, sowie viele altbekannte Naturfreunde anwesend. Darüber hinaus konnten auch wieder neue Bekanntschaften gemacht werden.

In Blick auf die für die vom 09. - 11. Juli geplante Busreise vieler Springer Bürgerinnen und Bürger zum Müritzfest, aber auch allen individuell Reisenden, möchten Dr. Ingo Willenbockel und Rudolf Krause zu einem Besuch der Ausstellung raten.

Informationen über den Müritz-Nationalpark sind zu erhalten oder zu finden unter:

Nationalparkamt Müritz
Tel: 03984 / 252-0
www.nationalpark-mueritz.de
Email: info@nationalpark-mueritz.de

Nationalpark-Service
Tel: 03991 / 668 849
www.nationalpark-service.de
Email: info@nationalpark-service.de

Waren (Müritz) - Information
Tel: 03991 / 666 183
www.waren-mueritz.de
Email: info@waren@tourismus.de



 

Vogelkundliche Exkursion zu den Stapelteichen bei Weetzen-Vörie am Sonnabend, 22. Mai 2010

Von Rudolf Krause

Springe, 25.05.2010
Wir trafen uns um 15:00 Uhr auf dem Parkplatz Burghof, von wo aus wir über Weetzen bis kurz vor den Ortseingang von Vörie fuhren, wo noch 2 „Radfahrer“ zu uns stießen. Dort wurden wir von Reiner Tubbe, 1. Vorsitzender des NABU Ronnenberg bei schönstem Wetter empfangen. Reiner Tubbe begrüßte uns sehr herzlich und klärte uns ausführlich über die Vorgeschichte und die weitere Entwicklung des herrlichen Naturrefugiums auf. Auch während der sich anschließenden ca. 2stündigen Führung erfuhren wir viele Einzelheiten über das Gelände und die Betreuung und umfangreiche Unterhaltung durch den NABU Ronnenberg. Bereits auf dem ca. 600 Meter langen Zugangsweg zum Beobachtungsstand konnten wir einige Vogelarten feststellen. Groß war das Staunen und die Überraschung, als wir dann vom Beobachtungsstand aus über das weitläufige, reich strukturierte Feuchtgelände schauen konnten, denn wir erblickten viele, bei uns kaum oder selten zu beobachtende Vogelarten. Wir sahen, bzw. hörten folgende Vogelarten:

Nr. Art Anzahl
1. Mäusebussard mehrere
2. Zilp-Zalp mehrmals
3. Stare mehrere
4. Bachstelzen 2 x
5. Dorngrasmücke 1 x
6. Schwan 3
7. Stockente mehrere
8. Mönchsgrasmücke 2 x
9. Rohrweihe mehrmals
10. Singdrossel mehrmals
11. Blässhuhn mehrere
12. Rauchschwalbe mehrere
13. Nilgans > 15
14. Goldammer 2 x
15. Kiebitz 3 – 4
16. Schafstelze 1
17. Rostgans 1
18. Zwergtaucher 1
19. Haubentaucher 2
20. Kohlmeise mehrmals
21. Reiherente mehrere
22. Schnatterente 2
23. Teichrohrsänger mehrere
24. Tafelenten einige
25. Kuckuck, braun 1
26. Rohrammer 2
27. Teichhuhn 1
28. Mehlschwalben mehrere
29. Mauersegler mehrere
30. Amsel mehrmals
31. Gartengrasmücke 1
32. Schwarzer Milan 1
33. Gelbspötter 1 x
34. Rabenkrähe mehrere
35. Fasan 1 x

Der Beobachtungsstand ist – von Weetzen kommend – über den Wirtschaftsweg, der kurz vor Vörie nach links abgeht zu erreichen und frei zugänglich; das Gelände darf aber selbstverständlich nicht betreten werden! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Besuch zu jeder Tages- und Jahreszeit sehr lohnend ist. Bei Anreise mit dem Auto ist es ratsam, um Konflikte zu vermeiden, das Fahrzeug in der Ortschaft Vörie ordnungsgemäß zu parken und von dort zu Fuß zu gehen. Reiner Tubbe gilt unser herzlicher Dank für eine interessante und erlebnisreiche Führung.


Unser NABU-Mitglied Armin Kreusel fotografierte diese Nilgans an den Stapelteichen.
Nilgans (© by NABU-Mitglied Armin Kreusel) Nilgans (© by NABU-Mitglied Armin Kreusel)

 

Feuerwehr stellt die Tierrettung ein

Von Peter Heidrich

Springe, 17.04.2010
Springer, die eine Tierrettung melden wollen, müssen sich jetzt an die Polizei wenden (05041/ 94290). Um Wildschäden kümmern sich die Jagdpächter, Kadaver sammelt der Bauhof ein.



 

Althandysammlung

Von Peter Heidrich

Springe, 29.03.2010
Mit 313 gesammelten Althandys wurde die Sammelaktion abgeschlossen und das Vorjahresergebnis (282) übertroffen. Der NABU-Bundesverband erhält von einer Recyclingfirma pro Altgerät 3 Euro. Der Erlös kommt der Renaturierung der unteren Havel (Lebensraum des Eisvogels) zugute. Voraussichtlich findet auch im kommenden Winter eine Sammelaktion statt. Das Ergebnis des bundesweiten Sammelwettbewerbes wird vom NABU Bundesverband voraussichtlich Mitte Juni 2010 bekannt gegeben.



 

Jungvögel

Von Dieter Wendt, NABU Hannover

Laatzen, 23.03.2010

Kranke, hilflose oder verletzte Wildvögel können in der Zier- und Wildvogelklinik der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover zur kostenlosen Behandlung abgegeben werden.

Die Klinik ist vom Stadtteil Bult nach Kirchrode in den Bünteweg 9 umgezogen.
Öffnungszeiten 8-17 Uhr
Tel. 0511 / 95 36 823.
Tel. Notaufnahme 0511 / 9536800

Das Einfangen und den Transport von Vögeln und anderen Tierarten übernimmt in Hannover kostenlos auch der Tierbergungswagen der Feuerwehr, Tel. 112. In den anderen Kommunen haben die freiwilligen Feuerwehren oft ähnliche Einrichtungen bzw. Spezialisten für derartige Fälle.
Bei eigenen Versuchen, den Vögeln zu helfen, sollte man immer bedenken: Auch hilflos aussehende Vögel können mit letzter Kraft Abwehrversuche machen. Greifvögel und Eulen können mit den Krallen, Graureiher mit dem Schnabel bei dem Helfer erhebliche Verletzungen verursachen. Deshalb immer dicke Handschuhe benutzen, Füße und Schnabel durch festen Zugriff fixieren. Zur Vermeidung unnötiger Fluchtversuche hat sich das Überwerfen des Vogels mit einer Decke oder einem Laken bewährt. Der Transport sollte dann in einem abgedunkelten, nicht zu großen Behälter erfolgen, damit der Vogel sich beruhigt und in der Transportkiste nicht läuft oder fliegt.
Und aus aktuellem Anlass ein Hinweis: In der Brutzeit sind nicht alle Jungvögel verlassen und müssen "gerettet" werden. Erst einmal beobachten, ob die Eltern nicht doch in der Nähe sind und den zu früh aus dem Nest gesprungenen Jungvogel weiter betreuen. Bei Eulen ist es arttypisch, das die fast flüggen Jungen aus dem Nest wandern, in der Nähe hocken und durch Rufe den Eltern signalisieren, wo sie sind. Diesen Jungvögeln sollte man nur insoweit helfen, dass sie aus dem Straßenbereich oder vom Erdboden in einen Baum mit Deckung in der Nähe gesetzt werden.
Ein Beispiel aus dem Georgengarten in Hannover zeigt die oft falsche Hilfsbereitschaft auf: Am 3.3.2010 wurden im Georgengarten 2 fast flügge Waldkäuze auf einem Spielplatz aufgelesen und zur TiHo gebracht. Die jungen Käuze landeten in Leiferde, wo sie dann mit hohem Aufwand und Kosten gepflegt und ausgewildert werden müssen. Interessant ist an dem Fall, dass die Waldkäuze Anfang Januar im tiefsten Winter mit der Brut begonnen haben. Ein am 16.1. in der Eilenriede gefundenes Waldkauzweibchen hatte begonnen, ein Ei zu entwickeln (Information TiHo, Herr Legler). Die Waldkäuze konnten demnach in Wäldern und Parkanlagen trotz Schneelage ausreichend Mäuse (und Kleinvögel) fangen.

NABU Hannover
Dieter Wendt
Tel.: 0511 / 862341
Mobil: 0160 / 4548775
Email: Wendt-Laatzen(at)t-online.de

 

Vorstandswahl

Von Peter Heidrich

Springe, 16.03.2010

Ehrungen 2009

Der neu gewählte 1. Vorsitzende Dr. Ingo Willenbockel.

Ehrungen 2009

Der zu diesem Zeipunkt noch Vorsitzende Bernd Ockenfeld überreicht die bronzenen Ehrennadeln und die dazu gehörenden Urkunden.
V. l.: Bernd Ockenfeld, Dr. Gisela Scharsack, Bernd Gallas, Friedrich Bartels.
Nicht anwesend: Christian Gnädig.

Ehrungen 2009

Der Landesvorsitzende des NABU Niedersachsen, Dr. Buschmann (re.), zeichnet den scheidenden Vorsitzenden Bernd Ockenfeld mit der goldenen Ehrennadel aus.

Bei der Mitgliederversammlung am 16.03.2010 wurde Dr. Ingo Willenbockel zum neuen 1. Vorsitzender gewählt. Der Vorstand wurde um die Jugendvertreterin Karen Körtge erweitert. Der scheidende 1. Vorsitzende Bernd Ockenfeld arbeitet weiterhin im Beirat mit. Er wurde von Landesvorsitzenden des NABU Niedersachsen, Dr. Holger Buschmann, mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Die bronzene Ehrennadel erhielten Dr. Giesela Scharsack, Bernd Gallas, Christian Gnädig und Friedrich Bartels. Näheres finden Sie unter der Rubrik Kontakt.



 

Vögel füttern - auch im Sommer?

Von Rudolf Krause

Springe, 02.02.2010 - Im Herbst wurde in den Buchhandlungen ein Buch von Professor Peter Berthold und Gabriele Mohr angeboten, in dem sich dafür stark gemacht wird, auch im Sommer unsere Vögel zu füttern. Der NABU Springe schließt sich dazu der Meinung des NABU Bundesverbandes an, die wir wie folgt in Auszügen zitieren: Ein ganzjähriges Füttern von Wildvögeln ist aus Sicht des Artenschutzes kein zielführendes Mittel zum Erhalt von Vogelpopulationen. Nahrungsangebote für Vögel lassen sich langfristig und ganzjährig nur dann verbessern, wenn geeignete Maßnahmen bei den Ursachen ansetzen. Zur Verbesserung der Lebensbedingungen für wildlebende Vogelpopulationen sind daher Maßnahmen erforderlich, die das Nahrungsangebot im Lebensraum der Vögel erhöhen. Vorrangig für den Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist deshalb die Erhaltung und Schaffung vielfältiger, naturnaher Lebensräume. In England - wo ganzjähriges Füttern schon lange verbreitet ist - nehmen landesweit die selben Vogelarten ab, wie bei uns in Deutschland und auch die Roten Listen gefährdeter Arten unterscheiden sich kaum. Deshalb sollte die Bedeutung des Fütterns von Wildvögeln für den Artenschutz nicht überschätzt werden - auch wenn es durchaus einleuchtend klingt, wenn man mit dem Füttern wenigstens einen Teil solcher Verlustursachen ausgleichen möchte. Dann heißt aber das oberste Gebot: Nur geeignetes Futter verwenden und noch wichtiger: Sauberkeit, Sauberkeit, Sauberkeit!



 

Froschkonzerte (denken Sie daran, ehe Sie sich einen Teich anlegen)

Von Rudolf Krause

Springe, 02.02.2010 - Wenn im Mai/Juni die grünen Wasserfrösche Hochzeit machen, kann es schon recht laut werden. Dann kommen bald wieder Klagen von Leuten, die der Natur mit allen ihren wunderbaren Erscheinungen nicht so nahe stehen und denen deshalb leider auch das Verständnis für die Lebensäußerungen mancher Mitgeschöpfe fehlt. Fest steht: Auch die Frösche haben ihr Recht und das ist im Bundesnaturschutzgesetz festgeschrieben. Inzwischen haben die verschiedensten Gerichte darüber zu Gunsten der Frösche geurteilt, denn nach §42 des Bundesnaturschutzgesetzes sind sie - wie alle wildlebenden Tiere - geschützt, wozu natürlich ihre Lebensäußerungen - das Quaken - gehören. Dieser Schutz gilt auch in Wohngebieten. Deshalb meine Bitte an alle Froschnachbarn: Versuchen Sie doch einfach, das Froschkonzert als eine Bereicherung Ihrer Lebensqualität zu verstehen - es ist doch ein Zeichen dafür, dass in Ihrer Nachbarschaft die Natur noch in Ordnung ist.



 

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